Beim Reisen mit der Zille hat der Stress Hausverbot

Ehepaar bereist Donau mit dem schwimmenden Wohnmobil

Entschleunigung pur: Beim Urlaub auf der Donau ist der Weg das Ziel. Irgendwann wird man auch im Schwarzen Meer landen, bis dahin gibt es aber noch viel zu genießen.
Entschleunigung pur: Beim Urlaub auf der Donau ist der Weg das Ziel. Irgendwann wird man auch im Schwarzen Meer landen, bis dahin gibt es aber noch viel zu genießen. © Röbl

Kreuzfahrten liegen im Trend, Wohnmobile ebenfalls: Warum also nicht eine Kreuzfahrt mit einem schwimmenden Wohnmobil machen? Michaela und Helmut Tucek aus St. Wolfgang haben sich für diese Form des Urlaubs entschieden.

Mit einer selbst umgebauten Zille, die Schlafplatz für bis zu vier Personen bietet, lassen sie sich die Donau hinuntertreiben. Ihr Fazit nach wenigen Tagen. „Besser geht es nicht!“

Begonnen hat die Tour in der Vorwoche in Kehlheim in Bayern. Am Dienstag machten sie in Linz Station. Schon jetzt steht ihnen die entschleunigende Wirkung dieser gemächlichen Form des Reisens förmlich ins Gesicht geschrieben.

„Dass es so lässig werden würde, hätte ich nicht geglaubt“, so Michaela nach einem Morgenbad, das sie gemeinsam mit einer Entenfamilie im Linzer Winterhafen genommen hat.

Das Ziel der beiden ist klar formuliert: Das Schwarze Meer. Der Zeitpunkt eher vage: Irgendwann. Denn eines will man auf jeden Fall vermeiden: Den Stress. Der hat auf der Zille Hausverbot. Daher gibt es auch keinen Zeitdruck.

Angelegt wird dort, wo es gerade besonders schön ist. Das passt auch zum Motto: „Go with the flow“ wie der Engländer sagt. „Wir lassen uns treiben und sind offen für das, was kommt“, so Michaela Tueck.

Mehrere Etappen

Weil die beiden Unternehmer, die im Salzkammergut mehrere Geschäfte („Salzkontor“) betreiben, natürlich nicht unbegrenzt über Freizeit verfügen, will man die Fahrt auch in mehreren Etappen genießen. Freunde und Bekannte sind dabei an Bord immer willkommen.

Manche begleiten die beiden auch ein paar Tage lang, wie etwa derzeit Michaelas Bruder Fritz und dessen Frau Cornelia. Auch sie genießen die beruhigende Wirkung. Und auch die Rolle als schwimmender Sympathieträger: „Man fühlt sich überall willkommen. Die Leute winken uns vom Ufer zu, wo erlebt man sonst noch so etwas?“

Von Andreas Röbl

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