Bereits mehr als 2.200 Pflegeheimbewohner an Covid gestorben

In Österreich sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie bereits mehr als 2.200 Bewohner von Alters- und Pflegeheimen an oder mit Covid-19 gestorben. Ein entsprechender Bericht der Tageszeitung „Österreich“ (Sonntagausgabe) wurde der APA vom Gesundheitsministerium bestätigt. Von den bis Sonntagvormittag gemeldeten 5.351 Todesfällen von Infizierten waren 2.238 Opfer in Alters- und Pflegeheimen gemeldet, hieß es auf Nachfrage. Das sind 42 Prozent aller Corona-Todesfälle im Land.

Der Zeitungsbericht berief sich auf Zahlen vom Samstag, bis dahin hatten sich insgesamt 13.715 Alters- und Pflegeheimbewohner mit dem Virus infiziert, davon gab es noch rund 3.000 aktive Fälle. Unter dem Heimpersonal wurden demnach bisher mehr als 8.000 Mitarbeiter angesteckt.

Die entsprechenden Zahlen werden von den jeweiligen Bundesländern eingemeldet, hieß es aus dem Gesundheitsministerium gegenüber der APA. Laut „Österreich“ wurden bisher mehr als 3.400 infizierte Pflegeheimbewohner in der Steiermark gemeldet, fast 500 starben. In Kärnten gab es 1.221 Erkrankte und mehr als 200 Tote unter den Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen.

Nach der aktuellen Verordnung des Gesundheitsministeriums müssen Mitarbeiter mit Bewohnerkontakt verbindlich eine FFP2-Maske oder eine dem gleichen oder höheren Standard entsprechende Maske tragen und darüber hinaus zweimal wöchentlich getestet werden. Die Betreiber von Alters- und Pflegeheimen müssen zwei Mal pro Woche ein Testangebot für die Bewohner sicherstellen.

Bewohner dürfen maximal einmal pro Woche von einer Person besucht werden (ausgenommen sind etwa Palliativ- und Hospizbegleitung sowie Seelsorge). Besucher müssen ein negatives Testergebnis vorweisen und es muss durchgehend eine Schutzmaske der Klasse FFP2 oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske getragen werden. Zudem muss der Mindestabstand eingehalten werden. Test bzw. Maske müssen selbst organisiert und bezahlt werden.

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