Bereitschaftseinheit wird in OÖ fix installiert

Landespolizeidirektor zieht positive Bilanz des im Juli 2017 gestarteten Probebetriebs: 50 Mann starke Truppe absolvierte seither 1300 Einsätze

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LINZ — Seit dem 12. Juli 2017 sorgt die so genannte Bereitschaftseinheit – eine 50 Polizisten starke Truppe – in OÖ für mehr Sicherheit an sogenannten Kriminalitäts-Hotspots wie dem Linzer Hauptbahnhof, mehreren Parks in der Landeshauptstadt oder bei Fußballspielen. Mehr als 1300 Einsätze haben die 30 Dienstzugeteilten sowie 20 Beamte des Kaderpersonals seither absolviert, wobei in 702 Fällen die Kollegen in Linz unterstützt wurden. „Allein 89 Festnahmen plus 39 Unterstützungen bei Verhaftungen kann die Bereitschaftseinheit verbuchen. Zudem wurden 10.234 Identitätsfeststellungen und 4379 Personendurchsuchungen vorgenommen sowie zwölf Betretungsverbote in Schutzzonen wie dem Linzer Hessenpark ausgesprochen“, zieht Landespolizeidirektor Andreas Pils im Gespräch mit dem VOLKSBLATT eine positive Zwischenbilanz.

Aus dem Probebetrieb wird nun wie schon in Wien eine Dauereinrichtung, wie Innenminister Herbert Kickl gestern bekannt gab. Mehr Polizei auf den Straßen bedeute mehr Sicherheit für die Bürger, begründete Kickl die Maßnahme. Für den Innenminister sind die Vorteile der Bereitschaftseinheit, die im zweiten Halbjahr 2018 in allen Landespolizeidirektionen installiert sein soll, einerseits die schnelle Reaktionszeit, andererseits die Entlastung der Polizeiinspektionen.

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Umfassende Ausbildung für junge Polizisten

„Ich bin über diese Entscheidung, zu der Oberösterreich mit seinem positiven Probebetrieb einen Beitrag geleistet hat, sehr erfreut“, betont Pilsl. Durch den Dauerbetrieb bekomme Oberösterreich 20 zusätzliche Dienstposten.

Kandidaten für die Bereitschaftseinheit sind nicht nur erfahrene Polizisten, auch Nachwuchsbeamte sollen künftig eingesetzt werden. Jeweils 30 Personen durchlaufen nach der Polizeischule sechs Monate lang die Truppe, wo sie die Brennpunkte des Bundeslandes kennenlernen und an schwierigen Einsätzen teilnehmen, erläutert der Landespolizeidirektor.

Im Anschluss an das halbe Jahr kommend die jungen Polizisten dann gut ausgebildet in ihre jeweiligen Dienststellen. Ihre bei den diversen Einsätzen gewonnenen Erfahrungen kommen laut Pilsl der ganzen Organisation zugute.