Bergunfälle forderten drei Todesopfer in Tiro

Zwei Kletterer kamen am Wilden Kaiser ums Leben — 67-jähriger Deutscher fiel vom Karwendel 150 Meter in die Tiefe und starb

ELLMAU/SCHARNITZ –Zwei Bergunfälle haben am Mittwoch in Tirol drei Todesopfer gefordert. Zwei Kletterer, ein Mann und eine Frau, stürzten am Wilden Kaiser im Gemeindegebiet von Ellmau (Bezirk Kufstein) in den Tod. Im Bereich der Westlichen Karwendelspitze bei Scharnitz (Bezirk Innsbruck-Land) stürzte ein 67-jähriger Deutscher rund 150 Meter ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Die beiden Kletterer unternahmen eine Tour auf den sogenannten Kopftörlgrat. Sie waren seilfrei unterwegs, hatten aber in einem Rucksack Klettergurte dabei, so die Polizei. Ihre Identität blieb auch Stunden nach dem Unglück ungeklärt. Bei den Leichen seien keine Ausweise oder Sonstiges gefunden worden und auch aus der Bevölkerung waren vorerst keine Hinweise oder Vermisstenmeldungen eingegangen.

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Der Unfallbereich soll nun nochmals abgesucht werden. Da die beiden aber vermutlich einige hundert Meter abgestürzt waren, könnte sich die Suche schwierig gestalten. Die Erhebungen waren auch am späten Mittwochnachmittag noch im Laufen.

Der 67-jährige Deutsche, der im Karwendel ums Leben kam, war gemeinsam mit seiner Frau auf dem sogenannten Heinrich-Noe-Steig, einem alpinen Höhenweg, zur Westlichen Karwendelspitze unterwegs. Der Mann stürzte aus bisher unbekannter Ursache rund 150 Meter in die Tiefe und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

53-Jähriger stürzte in Gletscherspalte

Glimpflich ging hingegen der Sturz eines 53-Jährigen am Großvenediger in Ost- tirol aus, der in eine Gletscherspalte gefallen war. Der Mann war gemeinsam mit einer 50-Jährigen unterwegs, als auf rund 3200 Metern Höhe die Schneedecke unter ihm brach. Der Mann wurde leicht unterkühlt, aber unverletzt per Hubschrauber geborgen.