Berliner Flughafen Tegel wird jetzt Wohn- und Forschungspark

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe hat am Donnerstag offiziell die Nachnutzung des ehemaligen Flughafens Tegel in der deutschen Hauptstadt begonnen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller übergab die Schlüssel für das Areal symbolisch an die landeseigene Tegel Projekt GmbH, wie diese mitteilte. Eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas komme damit in die Umsetzung.

„Der Flughafen Tegel hat für Berlin große Dienste geleistet – er war vor 73 Jahren Teil der Berliner Luftbrücke“, teilte Müller anlässlich der Schlüsselübergabe mit. Nun werde ein neues Kapitel für Tegel aufgeschlagen, „eines das wieder von Aufbruch erzählt“.

Auf dem 500 Hektar großen Areal soll über einen Zeitraum von rund 20 Jahren neben einem neuen Wohnquartier für mehr als 10.000 Menschen, ein Forschungs- und Industriepark mit Hochschulcampus entstehen. Auch das vom Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner entworfene und 1975 fertiggestellte hexagonale Flughafengebäude soll neu genutzt werden. Dort sollen unter anderem die Beuth Hochschule für Technik und ein Start-up- und Kongress-Center einziehen.

Der Flughafen Tegel hatte im November vergangenen Jahres endgültig seinen Betrieb eingestellt. Tegel hätte eigentlich schon im Jahr 2012 schließen sollen, das Datum verzögerte sich aber aufgrund der langen Baudauer des neuen deutschen Hauptstadtflughafens BER. Gebaut wurde der Flughafen im Norden Berlins 1948 in nur 90 Tagen, mit der Hilfe von rund 19.000 Bürgern, die die Alliierten bei den Bauarbeiten unterstützten.

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