Beste OP-Versorgung bei Akutfällen

Unterschiedliche Meinungen bei Wartezeiten auf OP-Termin in OÖ

Ganz und gar nicht teilen können Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser und OÖVP-Spitalssprecher Wolfgang Stanek den gestrigen SPÖ-Befund, wonach die OP-Wartezeiten in OÖ einfach zu lange seien. Bei Augen-OPs gebe es zwar deutlich kürzere Wartezeiten, in der Knie- und Hüftprothetik aber längere, was kritisiert wurde. Personalprobleme seien daran aber nicht schuld — und auch die Online-Übersicht sei transparent, wenn auch zu wenig benutzerfreundlich.

Entgegen der sehr kritischen SPÖ-Darstellung sieht etwa Niedermoser eine deutliche Verbesserung für die Patienten, vor allem im Bundesländervergleich werde das deutlich. So betrage die Wartezeit auf eine Katarakt-Operation, im Volksmund auch „Grauer Star“ bezeichnet, im Salzkammergut-Klinikum fünf Wochen, im Kepler Universitätsklinikum KUK gar nur zwei bis drei Wochen. „Für Operationen in akuten Fällen gibt es in Oberösterreich de facto keine Wartezeiten“, stellt Niedermoser klar. „Die oö. Ärzteschaft und das Pflegepersonal in den Spitälern arbeiten äußerst engagiert, sodass eine Wartezeiten-Verkürzung in den meisten Bereichen möglich war.“

Freie Arztwahl in OÖ

Laut Stanek sei bei geplanten Eingriffen zu betonen, dass in Oberösterreich für jeden Patienten die freie Arztwahl besteht. Das heißt einerseits, die Behandlung könne in einem Krankenhaus eigener Wahl gemacht werden. Andererseits könne es dadurch zu unterschiedlichen Wartezeiten zwischen den Spitälern kommen. „Die Menschen in OÖ können sich auf eine hochqualitative Gesundheitsversorgung verlassen, auch wenn das andere Parteien im Land immer wieder versuchen, schlecht zu reden“, so Stanek. „Menschen entscheiden sich aus unterschiedlichen – oft persönlichen – Gründen für ein bestimmtes Krankenhaus oder für einen bestimmten Arzt und nehmen bewusst längere Wartezeiten dafür in Kauf, obwohl in anderen Häusern ein früherer Termin möglich wäre. Diese Wahlfreiheit wollen wir den Menschen weiter ermöglichen.“