Bestellung der Mozarteum-Rektorin erst ab März möglich

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    Die Bestellung von Elisabeth Gutjahr zur neuen Rektorin des Salzburger Mozarteums ist am Freitagabend erneut geplatzt. Nach dem Rücktritt von drei Mitgliedern des Universitätsrates wurde auch im zweiten Anlauf kein Ersatzmitglied vom Senat nominiert. Im März wird der neue Unirat zusammentreten. Erst dann wird das Gremium sich mit dem Vertrag der Rektorin befassen.

    „In der geheimen Wahl konnte keine Mehrheit erzielt werden. Dadurch gibt es kein drittes Mitglied“, bestätigte Senatsvorsitzender Hansjörg Angerer im Gespräch mit der APA. Nun heiße es Abwarten bis März. „Außer das Ministerium entsendet jemanden“, sagte Angerer. Für den fünfköpfigen Universitätsrat entsenden das Ministerium und der Unisenat je zwei Personen, diese wählen dann eine fünfte Person aus. Ende Februar läuft die Funktionsperiode des Rats aus und ein neuer ist zu ernennen.

    Gutjahr sollte eigentlich mit Anfang 2018 als Rektorin beginnen. Ihre Bestellung hätte am 23. November 2017 im Unirat fixiert werden sollen. Stattdessen traten drei Mitglieder des Universitätsrates zurück. Das Gremium ist seither nicht mehr beschlussfähig. In erster Linie ging es um die Höhe des Gehalts von Gutjahr. Die Rektorensuche am Mozarteum zieht sich schon mehr als eineinhalb Jahre. Auslöser war die Beurlaubung eines ehemaligen Rektors im Frühjahr 2016, nachdem er in München wegen sexueller Nötigung einer Professorin angeklagt worden war. In der Folge wurde sein Dienstverhältnis einvernehmlich aufgelöst. Im Mai Reiner Schuhenn zum neuen Rektor gewählt, doch der trat die Stelle letztlich nicht an, weil er sein Wunschteam für die Vizerektoren nicht durchbrachte.