Bezzecchi bescherte KTM Heimsieg

Italiener ließ sich in der Moto3 nicht von Landsmann Bastianini ausbremsen

Gleich nach dem Start übernahm Marco Bezzecchi (Nr. 12) die Führung und sorgte schließlich für einen KTM-Heimsieg und seinen zweiten WM-Erfolg.
Gleich nach dem Start übernahm Marco Bezzecchi (Nr. 12) die Führung und sorgte schließlich für einen KTM-Heimsieg und seinen zweiten WM-Erfolg. © Manfred Binder

Von Roland Korntner

In der kleinsten Klasse durfte sich Lokalmatador KTM über den größten Erfolg beim Grand Prix von Österreich freuen. Marco Bezzecchi bescherte dem Innviertler Team am Sonntag in Spielberg den Sieg in der Moto3. Der Italiener setzte sich vor seinem Landsmann Enea Bastianini sowie dem Spanier Jorge Martin (beide Honda) durch. „Ich bin überglücklich“, strahlte Bezzecchi. „Ich wusste, dass wir ein super Tempo haben“, grinste der 19-Jährige aus Rimini. Damit gelang es, schnell eine Lücke zur zweiten Gruppe (ab Platz fünf) aufzureißen. „Wichtig, weil es dadurch nicht so gefährlich war“, schilderte Bezzechhi. Zur Erinnerung: Zuletzt in Brünn waren die Top 8 binnen einer Sekunde in die letzte Runde gegangen, da kann alles passieren. So musste er lediglich die Angriffe von zunächst Martin und schließlich Bastianini abwehren, das gelang.

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In der WM führt Bezzecchi nun zwölf Zähler vor Martin.

Kofler glaubt, den Speed für die WM zu haben

Der von Platz 23 gestartete Wild-Card-Fahrer Max Kofler beendete die Moto3 letztlich auf dem 29. und letzten Rang, zwischenzeitlich war der Oberösterreicher auf Rang 19 gelegen. Doch dann ließen die Reifen nach, es folgten einige Verbremser. Richtig kaputt gemacht hat ihm das Rennen aber eine sogenannte Track-Limit-Strafe (wegen Überfahren der Streckenbegrenzung), die einen Platz und den Anschluss an die Gruppe kostete. „Aber ich habe gesehen, dass ich den Speed für die WM habe“, glaubt der 17-Jährige. Bruder Andreas Kofler belegte im ADAC Junior Cup Rang acht.

Moto2: Oliveira vergab zweiten KTM-Sieg in letzter Kurve

Nach dem Erfolg von Marco Bezzecchi in der Moto3schien auch in der Moto2 schon alles für einen KTM-Heimsieg angerichtet. Miguel Oliveira (POL) führte das Rennen rundenlang an, doch in der Schlussphase konnte Francesco Bagnaia (Kalex) die Lücke wieder schließen. Und nach einigen Positionswechseln setzte der Italiener in der letzten Kurve dann die entscheidende Attacke. Damit holte er sich von Oliveira auch die WM-Führung zurück. „Er hat mir keine Chance lassen, zu kontern“, ärgerte sich Oliveia. „Jetzt bin ich wieder der Jäger“, so der KTM-Pilot.