Biathletin Hauser mit „sehr hohen“ Einzel-WM-Erwartungen

Biathletin Lisa Hauser will ihren Höhenflug am Dienstag (12.05 Uhr/live ORF 1) im WM-Einzelbewerb über 15 km fortsetzen. Dank ihrer Silbermedaillen aus der Mixed-Staffel und der Verfolgung am Sonntag kann die Tirolerin nach einem Tag zum Durchschnaufen befreit in den längsten Bewerb starten. Mit dem Single Mixed und dem Massenstart hat sie in Pokljuka bis Sonntag noch weitere Edelmetallchancen.

Das Einzel hatte bis vor wenigen Wochen nicht zu ihren Lieblingsrennen gezählt, nun ist das aber anders. „Ich habe zwar in Östersund 2019 mit Platz sieben schon einmal aufzeigen können, aber trotzdem habe ich läuferisch nie so eine gute Leistung gehabt, deshalb war es immer ein schwieriges Rennen für mich. Aber seit heuer hat sich das ein bisschen geändert. Ich kann läuferisch richtig gut mithalten, von dem her macht es echt Spass“, erläuterte Hauser am Montag ihre in dieser Saison vollzogene Wandlung von einer soliden Top-Ten-Athletin zum Dauergast auf dem Podest.

Die traditionsreichste Disziplin mit einer Strafminute für jeden Fehlschuss ist der guten Schützin immer schon entgegengekommen, durch die hinzugekommene Laufstärke zählt sie über die 15 km mittlerweile zum engsten Favoritenkreis. „Ich habe meinen ersten Weltcupsieg in dieser Disziplin feiern dürfen, deshalb ist die Erwartungshaltung schon sehr hoch, aber trotzdem: Ich habe schon zwei Silbermedaillen um den Hals, alles was noch kommt, ist eine Draufgabe“, sagte die 27-Jährige.

Für sie selbst unerwartet hat Hauser ihr hohes Laufniveau nach ihren fünf Weltcup-Podestplätzen im Jänner samt Sieg in Antholz in den zwei Wochen bis zur WM nicht nur halten, sondern sogar noch etwas steigern können. „Es war schwierig, die Laufform rüberzubringen, aber wie es jetzt gerade ausschaut, ist sie sogar ein bisschen besser als im Jänner, von dem her hat es mich selber ein bisschen überrascht. Es ist irrsinnig cool für mich zu laufen, es macht Spass – das Einzelrennen kann kommen“, freut sie sich über ihre anhaltend gute Verfassung. Diese hatte sie am Sonntag bei ihrem Lauf von Platz neun im Sprint zu Silber in der Verfolgung mit viertbester Laufzeit und einer famosen Schlussrunde eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Titelverteidigerin im Einzel ist die Südtirolerin Dorothea Wierer. Als schärfste Konkurrentinnen um die Medaillen schätzt Hauser die in Sprint und Verfolgung noch leer ausgegangene Norwegerin Marte Olsbu Röiseland, die deutsche Topschützin Franziska Preuß und mehrere Französinnen ein. Man dürfe aber nicht vergessen, dass 100 Athletinnen am Start stehen, deshalb laute ihre Devise nach wie vor: „Top 15, damit wäre ich zufrieden.“

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Während Hauser diesbezüglich tiefstapeln kann, ist ein ebensolches Ergebnis auch Dunja Zdouc zuzutrauen. Denn die treffsichere Kärntnerin war in der Verfolgung ohne Schießfehler vom 38. auf den elften Rang gekommen. Zdouc verfügt aber nicht über das Laufniveau von Hauser. Bei idealem Verlauf könnte sie aber dennoch erstmals bei einer WM in die Top Ten kommen. 2017 in Hochfilzen war Zdouc im Einzel schon einmal Elfte.

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