„Bieni hat ums Überleben gekämpft!“

Jagdterrier hatte Giftköder gefressen — Kater „Max“ überlebte nicht

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Von Renate Enöckl

HANDENBERG — Eine Woche lang hat Maria Baischer aus Handenberg (Bezirk Braunau) um das Leben ihrer fünf Jahre alten Jagdterrier-Dame „Bieni“ gekämpft. Und die Gefahr ist noch nicht gebannt, denn der sonst so quirlige Vierbeiner ist noch nicht über den Berg. Am vergangenen Mittwoch war der Hund nach einem Spaziergang kollabiert. „Sie ist umgefallen, hat gelechzt und ihre Zunge war schon ganz blau“, sagt Baischer im VOLKSBLATT-Gespräch: Quasi in letzter Minute habe der Tierarzt die Hündin retten können. Die fatale Diagnose: „Bieni“ wurde vergiftet! Nach wie vor ist sie in Behandlung, bekommt immer wieder Atembeschwerden. „Sie hat wirklich um ihr Leben gekämpft!“

Die Hündin muss auf ihrer Gassirunde den Giftköder gefressen haben, so wie zuvor schon ein zweiter Hund. Bereits am Sonntag zuvor hatte Baischer ihren Kater „Max“ tot in der Scheune gefunden. „Da hab ich mir aber noch nichts gedacht“, sagt sie. Als die 58-Jährige die Gassistrecke später noch einmal abging, um Köder zu suchen, fand sie eine zweite tote Katze. Dass ein Tierhasser in der Gegend sein böses Spiel treibt, war nicht bekannt.

Vorfälle immer anzeigen

„Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass einige Tage zuvor schon zwei Katzen unter nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen waren“, so Baischer. Auch von einem über einen Zaun geworfenen Giftköder war die Rede. „Leider hört man so was oft erst hinterher“, sagt sie und appelliert an alle Tierhalter, im Ernstfall sofort die Polizei einzuschalten. „Dann wissen die anderen, dass sie aufpassen müssen!“ Derzeit darf „Bieni“ nicht ins Freie, doch in nächster Zeit wird sie nur noch mit Maulkorb rausgelassen, sagt ihre Besitzerin.