Bilderbuch melden sich zurück

Zwei neue Titel der Oberösterreicher auf allen Plattformen abrufbar

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Eine „Ode an Sehnsucht und Optimismus“ hat die Popband Bilderbuch gestern vorgelegt. Die aus Kremsmünster stammende Gruppe um Sänger Maurice Ernst hat ohne große Vorankündigung zwei neue Songs veröffentlicht, darunter die Single „Nahuel Huapi“, zu der am kommenden Dienstag auch ein Video folgen soll.

Beiden Stücken ist gemein, dass sie von optimistischen, beinahe sommerlichen Sounds leben — obwohl die ersten Skizzen im Winter entstanden sind.

Entschleunigter Zeitgeist

Genauer gesagt war es Patagonien, wo das Quartett von der kreativen Muse geküsst wurde. So würde der „silbrige Sound“ an „gleißende Gletscher und tiefblaue Bergseen“ erinnern, heißt es im Begleittext zu den Songs.

Das gilt wohl vor allem für die B-Seite „Daydrinking“, die von einem psychedelisch mäandernden Beat lebt und zur Entspannung geradezu einlädt. „Isolation für uns zwei“, singt Ernst hier, um gleich der Entschleunigung zu huldigen: „Kein Rush, keine Hurry, nur Intimacy.“

„Nahuel Huapi“, benannt nach einem See in Argentinien, ist wiederum das flottere Geschwisterchen, mit prägnanter Bassline und fein gezupfter Gitarrenmelodie. Auch hier wird Eskapismus groß geschrieben. „Du und ich nackt im Nahuel Huapi, schon sehr kalt, Baby, I can tell.“ Die leichtfüßige Popnummer ist eine willkommene Abwechslung vom Stress und Chaos dieser Tage, man besinnt sich auf das Wesentliche: „Nur du und ich, und der Rest der Welt.“

Musikalisch knüpfen Bilderbuch an den Sound des um den Jahreswechsel 2018/2019 veröffentlichten Albumdoppels „Mea Culpa“ und „Vernissage My Heart“ an, setzen zwar auf viele handgemachte Sounds und einen durchaus der Alternativeszene der 1990er verpflichteten Gestus, wissen diese Kombination aber mit allerlei Akzenten und Spielereien ins Heute zu bringen. Und natürlich sind da Ernsts Texte, der wie gewohnt Deutsch und Englisch kombiniert, pointierte Bilder für emotionale Zustände findet und ganz dem Zeitgeist entspricht.

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