Billie Eilish: Happier Than Ever (Universal)

Die US-Sängerin Billie Eilish ist erst 19, aber seit Jahren eine Sensation im Musikgeschäft. Am Freitag erschien „Happier Than Ever“, das mit Hochspannung erwartete zweite Album. Auch die neuen Songs bieten bestenfalls Hinweise zum tieferen Ergründen des Stars. Schon auf dem Cover geht das Spiel mit den Identitäten weiter.

Eilish ist inszeniert als ausdruckslos nach oben blickende Frau mit blonden Haaren, aus der Zeit gefallener Frisur und prallen Lippen. In „Your Power“ geht es um einen Mann, der die Unschuld einer Frau ausnutzt.

In „My Future“ fragt sich Eilish unter anderem, wo ihr Platz in der Promiwelt ist und wie sie sich die Möglichkeit bewahren kann, einen eigenen Weg zu gehen. „Ich weiß, angeblich bin ich jetzt einsam“, schmeichelt sie da. „Ich weiß, ich sollte unglücklich sein, so ganz ohne jemanden. Aber bin ich nicht auch jemand?“.

Billie Eilish: Happier Than Ever

Der leicht verrätselte Midtempo-Track „NDA“ dagegen handelt von „Non-Disclosure Agreements“ — jenen Geheimhaltungsvereinbarungen, die in der US-Geschäftswelt und im Umfeld von vielen Promis absichern sollen, dass andere keine privaten Details ausplaudern. Musikalisch ist alles trotz mancher verspielter Loops näher am ätherisch-zurückhaltenden Sound von Lana Del Rey als am eigenen bass-getriebenen Megahit „Bad Guy“, der in den erfolgreichsten Versionen mehr als zwei Milliarden Abrufe erzielte.

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