Biontech will internationale Strategie für Vakzin-Anpassung

Biontech-Boss Sahin erinnert an Anpassungs-Notwendigkeit © APA/AFP/ANDRE PAIN

Biontech-Chef Ugur Sahin hat angesichts der hohen Ansteckbarkeit der Omikron-Untervariante BA.5 des Coronavirus Entwarnung gegeben. „In Afrika hat man bereits gesehen, dass die BA.5-Welle nicht die Dynamik entfaltet hat, wie es sie bei der ursprünglichen Omikron-Variante gab“, sagte Sahin dem „Handelsblatt“. Er kritisierte jedoch, das für die Impf-Kampagne im Herbst eine „international abgestimmte Strategie“ fehle.

„Wir müssen früh genug wissen, an welche Variante – also zum Beispiel BA.2 oder BA.4/5 – wir die Corona-Impfstoffe anpassen und für die bevorstehende Infektionssaison produzieren sollen“, sagte Sahin. Dabei könnten die Behörden sich an den eingespielten Mechanismen bei anderen Krankheiten orientieren.

„Es gibt ein etabliertes System, das wir von der Anpassung von Influenza-Impfstoffen kennen“, so der Biontech-Chef. Grundsätzlich seien beim Coronavirus – ähnlich wie bei Grippe – immer wieder Auffrischungsimpfungen mit veränderten Vakzinen nötig, sagte Sahin.

Die mRNA-Technologie, die sich bei Corona-Impfstoffen bewährt habe, sieht der Biontech-Chef auch als „eine der idealen Arzneimitteltechnologien für die Onkologie“ an. Biontech habe rund 20 Onkologie-Programme in der Entwicklung. „Unser Ziel ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren die ersten Produkte in der Krebstherapie auf den Markt zu bringen.“

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