Bisher vier Tote bei Buschbränden in Australien

Bei den verheerenden Buschbränden in Australien ist die Zahl der Todesopfer auf nunmehr vier gestiegen. Bei Löscharbeiten in Kempsey im Bundesstaat New South Wales sei die Leiche eines Mannes entdeckt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Mann galt seit einigen Tagen als vermisst. Die Behörden haben inzwischen zwei mutmaßliche Brandstifter festgenommen.

Feuerwehrleute waren nach Angaben der Polizei bei einem Einsatz zur Rettung eines Gleitschirmfliegers aus einem Baum nahe Wollongong, knapp 80 Kilometer südlich von Sydney, auf einen 20-Jährigen aufmerksam geworden, der eben einen Buschbrand entfacht hatte. Der Brand sei umgehend gelöscht worden, da die Flammen nur einen kleinen Bereich erfasst hatten.

Ein weiterer mutmaßlicher Brandstifter sei am Mittwochabend gefasst worden, nachdem die Besatzung eines Armeehubschraubers verdächtiges Benehmen eines Mannes im Royal National Park bei Sydney beobachtet hatte. Die Soldaten unterstützten die Polizei bei der Suche nach dem Mann, der sich vor den Beamten versteckt hatte, berichtete der “Daily Telegraph” am Donnerstag.

Nach Dafürhalten der Behörden sind einige der vielen Buschbrände absichtlich gelegt worden. Die Flammen haben in New South Wales und im benachbarten Queensland bereits mehrere Tausend Quadratkilometer Buschland erfasst. Beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. An Teilen der auch bei Touristen beliebten Ostküste wurden Evakuierungen angeordnet.

Normalerweise beginnt die Zeit der Buschbrände in Australien erst im Dezember, wenn auf dieser Seite der Erdkugel Sommer ist. In diesem Jahr begann sie jedoch schon im Oktober. Wissenschafter gehen davon aus, dass der Klimawandel das Problem verstärkt. Sowohl New South Wales als auch Queensland leiden seit längerem unter großer Trockenheit.

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