Bitte blinken!

Mobilitätstipp von ÖAMTC-Juristin Kristina Mayr

Eine österreichweite ÖAMTC-Erhebung ergab, nur 66 Prozent der Verkehrsteilnehmer blinken richtig. Nicht-Blinken ist nicht nur gefährlich, es ist auch strafbar: Setzt man den Blinker nicht, reicht der Strafrahmen für den Fall einer Anzeige bis zu 726 Euro.

Besonders problematisch ist die Blinkmoral bei abbiegenden Vorrangstraßen und in Kreisverkehren. „Nur rund 57 Prozent aller Lenker blinken bei abbiegenden Vorrangstraßen korrekt. An Kreisverkehren sind es 60 Prozent“, weiß ÖAMTC-Juristin Kristina Mayr. In der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist geregelt, dass man beim Abbiegen für andere rechtzeitig und während des gesamten Vorganges blinken muss.

„Auch wenn man dem Verlauf einer abknickenden Vorrangstraße folgt, muss man den Blinker setzen, um anderen Verkehrsteilnehmern zu signalisieren, welche Richtung man einschlägt“, betont die ÖAMTC-Expertin.

In Kreisverkehren blinkte mehr als ein Drittel der beobachteten Pkw-Lenker gar nicht, etwa sechs Prozent falsch – so wurde beispielsweise nach dem Einfahren in den Kreisverkehr links geblinkt. „Richtig ist: Die Absicht, den Kreisverkehr zu verlassen, muss man mittels Blinken anzeigen. Wird nicht geblinkt, können andere, vor allem einfahrende Fahrzeuge, die Absichten nicht erkennen und brauchen mehr Zeit für ihre Fahrmanöver“, so Mayr.

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