Black Wings bluteten für den Sieg

Linz zeigte Reaktion auf KAC-Pleite und bezwang Salzburg mit 4:2

16.11.2018 EBEL EHC Liwest Black Wings Linz - EC Red Bull Sa
16.11.2018 EBEL EHC Liwest Black Wings Linz - EC Red Bull Sa © BWL/Eisenbauer

Von Christoph Gaigg

Rot war die Modefarbe an jenem hochemotionalen Eishockey-Abend beim 4:2 der Black Wings über Salzburg. Nicht etwa, weil die Linzer die Vereinsfarben gewechselt hätten, sondern weil Blut floss: Schon nach wenigen Sekunden wurde ein Fan ganz unglücklich von einem Puck getroffen, musste behandelt werden. Und auch im Spiel ging’s richtig zur Sache: Erst bekam Bracken Kearns eine ab, blutete im Gesicht, kam später mit neuem Trikot zurück. Um kurz darauf nach bösartigem Check gegen die Bande zu fliegen, wieder schwer zu bluten und raus zu müssen — Spieldauerstrafe für Salzburgs Feldner. Selbige holte sich Michael Davies auf der anderen Seite ab, hart, aber vertretbar.

Die Linzer bluteten förmlich für diesen schwer erarbeiteten, aber nicht unverdienten Sieg, der vor allem Trainer Troy Ward äußerst gut tat. Seine Mannschaft zeigte eine klare Reaktion auf das KAC-Spiel, kämpfte um jeden Millimeter, zeigte phasenweise gutes Hockey. Nach dem 1:0 durch Lebler in Überzahl (5.) drehten die Bullen das Match mit zwei Stochertoren binnen 49 Sekunden (12., 13.), dann schlug Linz zurück: In 2:19 Minuten ließen Davies und Lebler die Partie erneut kippen (24., 26.), Lebler machte alles klar (59.). „Ein gutes Spiel, so stellen wir uns die Mannschaft vor“, war Manager Perthaler erleichtert.