Markus Ebert

Meinung

von Markus Ebert

Blauer Rosenkrieg

Es war bemerkenswert, wie nachdrücklich Philippa Strache gestern einerseits ihre „aufrechte Mitgliedschaft in der freiheitlichen Familie“ betonte und andererseits genau dieser „eigenen Parteienfamilie“ in Bezug auf ihre Person unter anderem eine Diffamierungskampagne, Niedertracht, Anfeindungen und Misstrauen vorwarf.

Denn die „Familie“, deren Übervater Ehemann HC 15 Jahre lang war, will mit den Straches nichts mehr zu tun haben. Der Gatte suspendiert, Philippa aus dem FPÖ-Parlamentsklub verbannt: Recht viel mehr verbrannte Erde ist eigentlich nicht mehr möglich.

Sollte man meinen. Denn kaum war die Entscheidung über die Mandatsannahme öffentlich geworden, schoss HC via Facebook einmal mehr gegen seine blauen Ex-Freunde, respektive die „neue FPÖ-Spitze“, wie er unter Anführungszeichen schreibt. Obwohl er „auf sein direkt-demokratisch gewähltes EU-Mandat“ verzichtet habe, sei gegen ihn und seine Frau Stimmung gemacht worden.

„Jetzt hat HC Strache dank Ehefrau Philippa auch eine Stimme im Parlament.“

Nun dreht er den Spieß um und ist offensichtlich bemüht, gegen die aktuelle FPÖ-Führung Stimmung zu machen. Jetzt hat HC Strache dazu nicht nur seine private Facebook-Seite zur Verfügung, sondern dank Ehefrau Philippa auch eine Stimme im Parlament. Der blaue Rosenkrieg ist wohl noch für einige Zeit prolongiert.

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