Blinker für E-Scooter gefordert

ÖAMTC will sie bei Neugeräten – Nachrüstung möglich, aber nicht optimal

AMTC-PRSENTATION

Elektrische Tretroller sind längst in den Städten im Straßenverkehr angekommen. Allein in Wien gibt es rund 9.000 Leih-Scooter.

Die Roller sind rechtlich im wesentlichen Fahrrädern gleichgestellt. Das betrifft auch die verpflichtende Anzeige der Richtungsänderung, etwa ein Handzeichen beim Abbiegen. Genau das erhöht die Sturzgefahr, weil die Roller, wenn sie mit einer Hand gelenkt werden, instabil werden.

Der ÖAMTC fordert daher nun Blinker für E-Tretroller bereits ab Werk. „Trotz Schwächen stellen Nachrüstblinker eine brauchbare Alternative zu Handzeichen dar“, sagte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger bei einer Präsentation in Wien.

Für neue Fahrzeuge fordert der Mobilclub daher ab Werk eine Ausrüstung von E-Tretrollern mit Blinkersystemen, die direkt in das Bedienkonzept integriert werden.

„Die Nachrüstung ist je nach Rollertyp einfach bis mittelschwer umsetzbar, Schwächen zeigt das System z. B. bei der Anordnung der Bedienknöpfe mit oben-unten statt links-rechts. Außerdem muss der Blinker sowohl ein- als auch ausgeschaltet werden. Hier wäre Tipp-Blinken mit beispielsweise mindestens drei Blink-Sequenzen wie im Pkw besser“, resümierte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

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