Blutkrebs: Vielversprechende Studie für extrem komplexe Fälle

Ordensklinikum Linz hat hohe Expertise in der Stammzellentransplantation

LINZ – Vielversprechend sind die Fortschritte in der Stammzellentransplantation (SZT), die am Ordensklinikum Linz Elisabethinen seit mittlerweile 25 Jahren gemacht werden. Zudem wird das Spital in etwa zwei Monaten mit der Teilnahme an einer Studie zur CAR-T-Zelltherapie starten. Diese Methode kommt aus den USA und zeigt bei Patienten, bei denen keine andere Therapie greift, bereits gute Erfolge.

In den 25 Jahren wurden bei den Elisabethinen mehr als 1200 Patienten mit akuter oder chronischer Leukämie (Blutkrebs), Lymphknotenkrebs oder multiplem Myelom – einer Knochenmarkserkrankung – transplantiert. Mit 121 Patienten 2017 waren es sogar mehr als an den anderen Zentren in Österreich, Vergleichszahlen für 2018 liegen noch nicht vor.

Spenderkreis konnte erweitert werden

Etwa die Hälfte der Patienten, die aus OÖ, Salzburg und NÖ kommen, erhalten ihre eigenen Stammzellen, die vor der Chemotherapie entnommen, tiefgekühlt und später wieder transplantiert werden, erläutert Hämato-Onkologie-Primar Univ.-Prof. Andreas Petzer. Für die anderen muss ein Fremdspender gefunden werden. Mittlerweile können schon Stammzellen, deren HLA-Übereinstimmung nur zu 50 Prozent passt, transplantiert werden. „Für den Spender ändert sich nichts, der Transplantierte erhält aber eine spezielle Chemotherapie“, sagt Univ.-Doz. Johannes Clausen, Leiter der Stammzellentransplantationseinheit. Damit können auch Eltern und Kinder zu Spendern werden.em

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