Bluttat am Spielplatz: Bald Anklage?

Gutachten bescheinigt 16-Jährigem keine verzögerte Reife

LINZ — Im Fall eines 16-jährigen Afghanen, der im September in Linz einen 19-jährigen Landsmann erstochen haben soll, hat nun das Sachverständigengutachten ergeben, dass bei dem Verdächtigen keine verzögerte Reife vorliegt. Der Verteidiger hatte die Expertise beantragt.

Eine Entscheidung über eine Anklageerhebung dürfte somit demnächst getroffen werden. „Wäre eine verzögerte Reife vorgelegen, wäre das Verfahren einzustellen gewesen“, erklärt Staatsanwalt Philip Christl. Die Sachverständige stufte den Burschen, der in U-Haft sitzt, auch als nicht gefährlich ein.

Zu der Bluttat war es im September 2018 auf einem Spielplatz im Stadtteil Alt-Urfahr West gekommen. Die Auseinandersetzung zwischen dem 16-Jährigen und dem 19-Jährigen eskalierte, der Jugendliche soll den Mann niedergeschlagen, mit einem Messer auf ihn eingestochen und ihn tödlich verletzt haben. Das Motiv ist unklar, der Getötete dürfte einem kurz nach der Tat ausgehobenen Drogenring angehört haben.

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