Bluttat von Wullowitz: Verdächtiger war laut Gutachten zurechnungsfähig

Im Fall jenes 33-jährigen Asylwerbers, der Mitte Oktober in Wullowitz (Bezirk Freistadt) zuerst einen Flüchtlingsbetreuer und anschließend einen Bauern mit einem Messer getötet hatte, liegt jetzt das psychiatrische Gutachten von Primaria Heidi Kastner vor.

„Demnach war der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig“, sagt Reinhard Steiner, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Linz, zum VOLKSBLATT. Laut der Verteidigerin des Afghanen, Astrid Wagner, habe die Sachverständige beim 33-Jährigen zwar eine wahnhafte Störung diagnostiziert, dieser sei aber nicht geistig abnorm.

Deshalb sei eine Unterbringung in einer Anstalt nicht notwendig. „Das wird für die Verteidigung zu hinterfragen sein“, so Wagner zum VOLKSBLATT. Gemäß Staatsanwaltschaft steht noch ein molekulargenetisches Gutachten aus, weshalb man den Zeitpunkt einer Anklageerhebung nicht abschätzen könne.

Wie berichtet löste ein Streit des Asylwerbers mit seinem Betreuer (32) um einen Job die erste Bluttat aus. Danach stach er einen Bauern (63) nieder, weil er ihn seine Autoschlüssel nicht aushändigen wollte. Stunden später wurde der Afghane in Linz verhaftet.

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