BMW überlegt US-Motorenwerk

Ursache sind mögliche Strafzölle Trumps – Steyr-Werk liefert 20 Prozent nach Übersee

Im BMW Motorenwerk in Steyr wurden im Vorjahr mehr als 1,3 Millionen Motoren produziert.
Im BMW Motorenwerk in Steyr wurden im Vorjahr mehr als 1,3 Millionen Motoren produziert. © BMW Group

Mehr als 1,3 Millionen Triebwerke wurden im vergangenen Jahr im BMW Motorenwerk in Steyr produziert – ein Fünftel davon wurde in die USA, nach Mexiko und Südafrika geliefert. Über diesen Markt brachen nach einer Ankündigung von BMW-Chef Harald Krüger gestern wieder Diskussionen auf. Der hatte auf der Autoshow in Los Angeles erklärt, dass das Unternehmen eine zweite Produktionsanlage in den USA in Erwägung zieht. Zudem könnte die derzeitige Praxis, Motoren und Getriebe zu importieren, geändert werden. Hintergrund sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Sonderzölle auf Auto-Importe einzuführen.

Noch nichts entschieden

In der Steyrer Niederlassung – sie beheimatet das größte Motorenwerk der BMW Group – betont man auf VOLKSBLATT-Anfrage, dass nichts entschieden sei und die Überlegungen auch keineswegs neu seien. „Die BMW Group hat bereits in den vergangenen Jahren über die Möglichkeit nachgedacht, ein Motorenwerk für die Versorgung unserer Werke und des Vertriebs in Nordamerika aufzubauen. Aktuell wird diese Möglichkeit wieder geprüft“, so Sprecherin Barbara Krahwinkler.

Auch sei man innerhalb der 31 Produktionsstätten – sieben davon sind Motorwerke – in der Lage, Volumen binnen relativ kurzer Zeit zu verlagern und flexibel auf Änderungen des Marktes zu reagieren, versichert man für mögliche Änderungen gerüstet zu sein.

cs