Bon Jovi: 2020

Jahrzehntelang standen Bon Jovi für Radio-Rockhymnen mit einfachen Botschaften. Die Songs ihres neuen Albums „2020“ drehen sich nun um Waffengewalt, George Floyd und Corona.

Frontmann Jon Bon Jovi will politisch wirken, ohne weiter zu spalten. Aus der Not macht der 58-Jährige eine Tugend. „Wenn du nicht tun kannst, was du tust, dann tust tu, was du kannst“, singt er auf dem neuen Album seiner Band.

Die Single „Do what you can“ hat der Amerikaner während der Corona-Pandemie zu seinem persönlichen Motto gemacht. Auf dem Cover zeigt sich der ergraute Beau nachdenklich, in Bon Jovis Sonnenbrille spiegelt sich die Flagge der USA. Der Titel ist natürlich eine Anspielung auf das US-Wahljahr.

Weil 2020 inzwischen für so viel mehr steht, nahm die Band aus New Jersey nachträglich die Anti-Corona-Single „Do what you can“ sowie „American Reckoning“ über die Black-Lives-Matter-Proteste und den Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz auf.

Jon Bon Jovi meint es ernst. In „Lower the flag“ geht es um Waffengewalt und Amokläufe. Die Partyrock-Zeiten mit Bon-Jovi-typischen Phrasen wie „It’s my life, it’s now or never“ sind vorerst vorbei.

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