Borat 2 – Wie viele Mädchen passen in einen Käfig?

Borats neuester Streich auf Amazon Prime

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Wann, wenn nicht jetzt? Der britische Komiker und Schauspieler Sacha Baron Cohen nutzt die Gunst der Stunde (oder wie immer man das nennen will) und bringt sein neuestes Werk auf den Markt.

Ab sofort ist auf Amazon Prime „Borat — Kulturelle Lernung von Amerika, um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“ zu sehen. Am 3. November wird in den USA gewählt, der Virus wütet wie wild.

Nach 14 Jahren ist Borat (Cohen) also erneut als Journalist aus Kasachstan in den USA unterwegs — mit einer Mission: Trumps Vize Mike Pence ein Geschenk zu machen, den kasachischen Kulturminister und Filmstar Johnny the Monkey. Der Affe überlebt die Reise jedoch nicht, ganz im Gegensatz zu Borats Tochter Tutar (Maria Bakalova).

Also wird kurzerhand sie zum Präsent gemacht. Da das mit Pence nicht klappt, soll Trump-Anwalt Rudy Giuliani der Glückliche werden. Es ist das große Finale des Films, Tutar führt ein inszeniertes Interview mit Giuliani, danach gehen die beiden ins Schlafzimmer der Hotelsuite. Tutar nimmt Giuliani das Mikrofon ab, er liegt am Bett, eine Hand in seiner Hose. Der Aufschrei war groß, die PR für Cohen immens.

Auf sich sitzen ließ der ehemalige Bürgermeister von New York das natürlich nicht, betonte, er habe sich nicht unangemessen im Umgang mit der Frau verhalten. Was auch immer in seinen Kreisen als angemessener Umgang mit Frauen gilt.

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Und so ist das grundsätzlich bei „Borat II“ — und auch in all den anderen gekonnt eingefädelten Begegnungen, die Cohen immer wieder inszeniert: Die Menschen enttarnen sich selbst. Sacha Baron Cohen gibt ihnen eine Plattform, erfragt in absurdesten Kostümen und mit (gespielter) Naivität — und bekommt prompt die volle Breitseite des dreckigen Teils des „American Way of Life“.

Wie viele Mädchen denn normalerweise in einen Käfig dieser Größe passen, will er von einem Verkäufer für landwirtschaftliches Zubehör wissen. „Eines“ meint dieser prompt. Für seinen Hinweis, dass Trump mehr Mexikaner hineinbekomme, kriegt Borat ein „High five“. Von einem selbst ernannten „Sugar Baby“auf Instagram erhält Tutar Tipps, wie man sich für einen älteren Mann attraktiv macht: Schwach solle man sein.

„Juden werden uns nicht ersetzen“ — damit dekoriert eine Verkäuferin ohne ersichtliche Probleme eine Torte für Borat. Die Liste kann fortgesetzt werden, grenzenlos ist Cohen. Wie immer bei seinen Auftritten, bringt Sacha Baron Cohen einen als Zuschauer an den Rand der Verzweiflung, an den Rand des hysterischen Lachens und an den Rand der Gläubigkeit.

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