Bracha Eden, Alexander Tamir: The Complete Decca Recordings

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Man muss einfach begeistert sein von der neuesten CD-Box bei DECCA, die das Label mit den beiden verstorbenen Klavierstars Bracha Eden & Alexander Tamir im Februar veröffentlichte.

Auch aus Bewunderung für ihre über fünfzig Jahre lang dauernde gemeinsame Karriere, entweder vierhändig oder auf zwei Klavieren: Bracha Eden, Tochter russischer Einwanderer aus Jerusalem (1928-2006) und Alexander Tamir (1931-2019) aus dem polnischen Wilma, der 1945 nach Israel emigrierte.

Da fällt mir gleich der Schiller-Satz ein: „Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze“. In Form eines aus dem Schönsten der Klavierliteratur geflochtenen Kranzes in memoriam für beide Stars, die fast ein ganzes Leben für die Musik unzertrennlich am Piano verbunden waren.

Es ist ein einziges opus summum, das der interessierte Hörer in die Hände nimmt. Dabei handelt es sich um erstklassige Leistungen, sowohl einzeln als auch im „durchsichtigen, präzis wie ein Uhrwerk ablaufenden Zusammenspiel“.

Erwähnenswert erscheinen die erstmals außerhalb Polens gespielten Paganini-Variationen von Lutoslawski, Strawinskys „Sacre du Printemps“ statt der vierhändigen Bearbeitung hier auf zwei Klavieren, Francis Poulencs Klavierkonzert in intensiver Farbgebung, klar und rhetorisch bravourös Franz Liszts Opernparaphrasen und die breitgefächert dargestellte Sonatensammlung der Mozart-Doppel-CD, die das Duo vorführt. Ein kostbares Präsent für Pianisten, aber besser man lässt die Tonträger vollzählig in der Box bei sich zuhause.

Hörprobe:

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