Brand auf Bundesheer-Gelände in NÖ beschäftigt Helfer weiter

Schwieriger Einsatz für die Feuerwehrleute © APA/BEZIRKSPRESSETEAM BFKDO WR. NEUSTADT/BEZIRKSPRESSETEAM BFKDO WR. NEUS

Bereits den vierten Tag in Serie hat am Samstag der Brand auf dem Truppenübungsplatz Großmittel in Ebenfurth (Bezirk Wiener Neustadt) zahlreiche Einsatzkräfte auf Trab gehalten. An Ort und Stelle waren rund 200 Feuerwehrleute und 150 Mitglieder des Bundesheeres, teilte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) im Gespräch mit der APA mit. „Es wurde große Arbeit geleistet in den vergangenen Tagen“, betonte der Landesvize. Wann „Brand aus“ gegeben werden könne, sei aber noch ungewiss.

Weiterhin sei das Feuer unter Kontrolle, wurde im Anschluss an eine Lagebesprechung betont. Keine Gefahr bestehe für umliegende Ortschaften wie Haschendorf, auch eine Flanke zu einer bestehenden Gasleitung sei gesichert. „Es kommt auf die Wetterlage in den nächsten Stunden an, wenn ‚Brand aus‘ gegeben werden kann“, sagte Pernkopf.

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner zeigte sich indes „guter Dinge, dass die örtlichen Zivilkräfte bald abziehen können“. Er sprach von einem „kräfteraubenden Einsatz“, gemeinsam mit dem Bundesheer habe Schlimmeres verhindert werden können. In Summe seien mehr als 1.200 Feuerwehrmitglieder sowie 50 Fahrzeuge angefordert worden. Am Samstag waren drei Katastrophenhilfszüge mit Helfern aus den Bezirken Wiener Neustadt, Neunkirchen und Mödling sowie zwei Züge des Sonderdienstes Waldbrandbekämpfung im Einsatz.

Aufgrund der Blingängergefahr auf dem militärischen Sperrgebiet kommt Wasserabwürfen per Hubschrauber bei den Löscharbeiten eine wesentliche Rolle zu. Am Samstag waren laut NÖ Militärkommandant Brigadier Martin Jawurek einmal mehr ein Black Hawk sowie ein mit Wärmebildkamera ausgestatteter Bell OH-58 an Ort und Stelle. „Das große Feuer ist vorbei“, konstatierte Jawurek. Eingegrenzt worden sein nun ein „Bereich von 700 mal 700 Metern“, wo immer wieder Glutnester aufflackern würden.

Auch der Militärkommandant wies auf die „Herausforderung Blindgängergefahr“, das damit verbundene Risiko sowie die dadurch beschränkte Zugänglichkeit der Brandregion hin. Ohne diese Schwierigkeit hätten die Flammen wohl „schon am zweiten Tag gelöscht werden können – Menschenleben haben aber oberste Priorität“.

Pernkopf, der auch den zahlreichen Einsatzkräften dankte, wagte zudem einen Blick über den Raum Ebenfurth hinaus. Niederösterreichs Feuerwehren sowie die Waldbrandbekämpfungseinheiten seien angesichts einer nahenden Hitzewelle „sensibilisiert auf die nächsten Tage“.

Die Flammen im Raum Ebenfurth waren am Mittwoch gegen 13.30 Uhr im Außenbereich eines als Munitionslager genutzten Areals auf militärischem Sperrgebiet ausgebrochen. Eigenentzündung eines Munitionsteils dürfte den Brand laut Exekutive ausgelöst haben. Während die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind, sind die Erhebungen des Bundesheeres laut Jawurek „noch nicht am Ende angelangt“.

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