Brand im Wiener Donauzentrum gelöscht, Ursache noch unklar

Der am Montagnachmittag am Dach des Wiener Donauzentrums ausgebrochene Brand ist nach gut neun Stunden in der Nacht gelöscht worden. Gegen 23.00 Uhr gab es „Brand aus“, sagte Feuerwehrsprecher Lukas Schauer Dienstagfrüh. Die Nacharbeiten dauerten am Vormittag noch an. Ein Feuermehrmann war verletzt in ein Spital gebracht worden, sechs weitere Personen wurden ambulant von der Rettung betreut.

Der Kollege habe sich „im Zuge der Brandbekämpfung eine Bänderverletzung am Bein zugezogen“, erläuterte Schauer. Weitere Personen mussten nicht in Krankenhäuser gebracht werden.

Bei den anderen Verletzten ging es großteils nur um leichte Rauchgasinhalation, sagte Daniel Melcher, Sprecher der Wiener Berufsrettung, die mit Teilen ihres sogenannten Katastrophen-Zuges angerückt war.

Nach dem „Brand aus“ waren über Nacht noch Kontrollen und Nacharbeiten notwendig, berichtete Schauer. Die Flammen hatten sich in Hohlräumen in der Dachkonstruktion von Wiens größtem Einkaufszentrum ausgebreitet. Es entstand große Hitze. Die Feuerwehrleute mussten unter Atemschutz und teils gesichert in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten und das Dach mit Trenngeräten öffnen, beschrieb der Sprecher die Schwierigkeiten des Einsatzes.

Das Feuer war gegen 14.00 ausgebrochen. Die Feuerwehr hatte zwischenzeitlich Alarmstufe 4 ausgerufen und war daher mit bis zu 160 Einsatzkräften und knapp 40 Fahrzeugen gleichzeitig an Ort und Stelle. Insgesamt waren laut Schauer noch mehr Feuerwehrleute im Einsatz, da die Mannschaften wegen der langen Dauer des Einsatzes auch abgelöst wurden.

Durch die umfangreiche Brandbekämpfung habe es an diversen Stellen Wassereintritte in dem Gebäude gegeben, sagte Schauer. Das Donauzentrum ist zwar wegen des Covid-19-Gesetzes derzeit grundsätzlich geschlossen, einzelne Geschäfte der Nahversorgung wie Supermärkte und Drogerien dürfen aber offen halten.

Die Ermittlungen zur Brandursache hatte das Landeskriminalamt Wien bereits am Montag übernommen. Es stand jedenfalls fest, dass Dachsanierungsarbeiten stattgefunden haben. Erst im März 2019 hatte es nämlich an der gleichen Stelle am Dach des Einkaufszentrums einen Großbrand gegeben.

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