Brand in toskanischer Badeortschaft Capalbio: 20 Familien evakuiert

In der renommierten toskanischen Badeortschaft Capalbio ist am Montagabend ein schwerer Brand ausgebrochen. Die Flammen wüteten in einem mediterranen Wald und erreichte einige Häuser. 20 Wohnungen eines Ressorts mussten evakuiert werden, teilte die Feuerwehr mit.

Ein Canadair-Löschflugzeug, sowie drei Hubschrauber waren im Einsatz. Die Flammen tobten während der ganzen Nacht auf Dienstag. Die Löscharbeiten wurden vom starken Wind erschwert.

In diesem Sommer waren vor allem die süditalienischen Regionen Kalabrien, Kampanien, Apulien, Sizilien und Sardinien von den Bränden betroffen. Anhaltende Dürreperioden mit wiederholten Hitzewellen, starke Schirokko-Winde und Temperaturen, die oft Spitzenwerte von 40 Grad Celsius erreichen, schafften günstige Bedingungen für die Feuer, berichteten die Carabinieri.

Seit Anfang des Jahres sind mehr als 158.000 Hektar Wald in Italien in Flammen aufgegangen. Dies entspricht einer so großen Fläche wie die Städte Rom, Neapel und Mailand zusammen. Die Daten wurden vom Europäischen Waldbrandinformationssystem (Effis), das seit 2008 Informationen über Brände liefert, für die EU veröffentlicht.

Was die Waldbrände anbelangt, so sind allein in Sizilien seit Anfang 2021 über 78.000 Hektar verbrannt, was 3,05 Prozent der Fläche der Region entspricht. Auf Sardinien brannten 20.000 Hektar, was die Evakuierung von Hunderten von Menschen zur Folge hatte.

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