Braucommune steigert Absatz und schenkt Mitarbeitern Corona-Prämie

Auch Lockdown im Frühjahr kann den seit Jahren anhaltenden Aufwärtstrend von Freistädter Bier nicht stoppen

FREISTADT – Während Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent in der Gastronomie die Bilanzen der heimischen Brauereien trüben und es mit Grieskirchner sogar eine Insolvenz gibt, hat die Braucommune Freistadt im 250.sten Jahr ihres Bestehens keinen Grund zur Klage.

„Wir werden heuer den Ausstoß auf rund 140.000 Hektoliter steigern können“, freut sich Geschäftsführer Ewald Pöschko im Gespräch mit dem VOLKSBLATT. 2019 betrug er 120.000 Hektoliter. Verantwortlich für diesen Erfolg seien die Kunden, die Regionalität immer mehr zu schätzen wissen, aber auch die Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter.

„Wir werden daher mit der Oktober-Auszahlung jedem unserer 130 Beschäftigten inklusive Gastronome ein Monatsgehalt als Corona-Prämie auszahlen. Sie haben sich das in dieser schwierigen Zeit verdient“, sagt Pöschko.

Acht Mio. Euro für Logistikzentrum

Wer selbst in Krisenzeiten stark wächst der kann auch kräftig investieren. Im Februar 2021 sollen laut Pöschko die wegen der Corona-Krise verschobenen Bauarbeiten für das geplante Logistikzentrum auf der grünen Wiese im Süden von Freistadt starten. Rund 8000 m² werden die neuen Hallen umfassen, die Kosten betragen rund acht Mio. Euro. Hier soll künftig die gesamte Auslieferung abgewickelt werden.

Dem starken Wachstum der letzten Jahre – 2019 konnte der Umsatz auf 19,1 Mio. Euro gesteigert werden –, ist aber eine Grenze gesetzt: Die Kapazität des Sudhauses. „Dazu stehen wir und sind nicht bereit, bei der Qualität des Bieres Abstriche zu machen“, sagt der Braucommune-Geschäftsführer.

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