Brauerei Grieskirchen vor Insolvenz?

Anmeldung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung geplant

Nach einem Insolvenzantrag und einer Umstrukturierung soll die Grieskirchner Brauerei auf gesunde Beine gestellt werden.
Nach einem Insolvenzantrag und einer Umstrukturierung soll die Grieskirchner Brauerei auf gesunde Beine gestellt werden. © Vitalii Vodolazskyi - stock.adobe.com

Die Grieskirchner Brauerei bereitet offenbar einen Insolvenzantrag vor. Altlasten und der coronabedingte Ausfall der Gastronomie – der wichtigsten Kundengruppe – seien ausschlaggebend, berichten die „OON“.

Das oberösterreichische Traditionsunternehmen sei bereits mit den August-Löhnen für seine Mitarbeiter säumig. Auch von drohenden Kündigungen war die Rede.

Am Montag seien die Mitarbeiter über den bevorstehenden Insolvenzantrag informiert worden. Eigentümer Marcus Mautner Markhof bestätigt auf Anfrage der Zeitung, dass es in den kommenden Wochen zu einem Sanierungsverfahren kommen soll.

Ob mit oder ohne Eigenverwaltung, werde derzeit noch geprüft. „Wir wollen die Brauerei wieder auf gesunde Beine stellen, heißt es weiter. Das würde allerdings auch massive Umstrukturierungen nötig machen.

Wegen der Coronakrise wird bei der Brauerei heuer ein Umsatzminus von 30 Prozent erwartet. 2019 setzte Grieskirchner mit rund 50 Beschäftigten rund 8,5 Mio. Euro um.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Brauerei 1708. Marcus Mautner Markhof hatte die Brauerei vor sieben Jahren Gustav Harmer abgekauft.

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