Bregenzer Festspielhaus und Seebühne werden saniert

Das Bregenzer Festspielhaus und die Seebühne sollen saniert werden. Der Investitionsbedarf liege bei rund 55 Mio. Euro, so die Stadt Bregenz, deren Stadtvertretung sich am Donnerstagabend mit dem Projekt befasste. Die Kosten seien von den Subventionsgebern Bund, Land und Stadt zu tragen, auch die Festspiele trügen einen Teil. Gespräche mit dem Bund liefen, so Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP).

Die ursprüngliche Bausubstanz des Festspielhauses stammt aus den Jahren 1978 bis 1980. 1995 bis 1997 wurde die Werkstattbühne samt Seefoyer und Seestudio errichtet, das Hauptgebäude wurde 2005/06 neu gestaltet. Nun stehe eine dritte Baustufe an, denn durch die intensive Nutzung brauche das Haus nun weitere Sanierungen. In der Stadtvertretungssitzung sei es vor allem um die Architekturleistungen bis zur Einreichplanung durch das Büro Dietrich | Untertrifaller gegangen, das bereits an den beiden ersten Baustufen beteiligt war, hieß es. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 50.000 Euro, die von den Festspielen als Vorleistung erbracht würden.

Betroffen von den geplanten Arbeiten seien die Außenhülle des Gebäudes, die rund 40 Jahre alte Bühnentechnik des Haupthauses und die technische Infrastruktur der Werkstattbühne, die außerdem einen Zubau erhalten soll. Ebenfalls saniert werden müssen die aus Betonfertigteilen bestehende Außentribüne und die Räume im Bereich der Seebühne. Nach der Ausführungsplanung und der Ausschreibung sei die Umsetzung für die Zeit von Herbst 2021 bis 2024 vorgesehen.

“Sowohl Seebühne als auch Seetribüne wurden bis dato mehrfach repariert, aber nie saniert. Die Infrastruktur muss aber unbedingt modernisiert werden, auch notwendige Sicherheitsauflagen sind zu erfüllen”, so Bürgermeister Linhart. Im Schulterschluss mit dem Land habe man nach der Nationalratswahl nun die Gespräche mit dem Bund wieder aufgenommen. Was die Finanzierung angehe, zeigte sich Linhart “zuversichtlich”.

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