Brisantes Wiener Derby, Salzburg will nachlegen

Das 332. Wiener Fußball-Derby am Sonntag (17.00 Uhr) in der Generali Arena hat laut Papierform einen klaren Favoriten. Rapid liegt als Tabellenzweiter 16 Punkte vor der achtplatzierten Austria, die noch um die Teilnahme an der Meisterrunde bangt. Rapid-Coach Didi Kühbauer sieht daher den Druck beim Gegner. Klar verteilt sind die Rollen in Salzburg, wo die „Bullen“ ab 14.30 Uhr St. Pölten empfangen. Sein Debüt auf der WAC-Trainerbank gibt Roman Stary beim Gastspiel in Ried.

„Es ist schon Brisanz dabei. Wir wollen oben dabei bleiben, die Austria wäre mit einem Sieg in einer besseren Position. Vielleicht ist es für uns vom Druck her nicht so wie für die Austria“, vermutete Kühbauer. Dennoch steht auch für die Hütteldorfer viel auf dem Spiel. „Rapid ist eine sehr stabile Mannschaft geworden. Das wird es nicht leicht machen“, merkte Austria-Coach Peter Stöger an. Rapid habe sich mit dem Toreschießen zuletzt zwar schwergetan, „aber das Gefährliche ist, dass sie viele Möglichkeiten haben“.

Während die „Veilchen“ drei Runden vor der Teilung einen Punkt Rückstand auf Rang sechs haben, liegt Rapid drei Zähler hinter Spitzenreiter Red Bull Salzburg und vier Punkte vor dem Dritten LASK in komfortabler Position. Nur auf die Ergebnisse im Neuen Jahr bezogen, ist die Ausgangslage vor dem Derby ausgeglichen. Die Austria ist demnach Dritter der Frühjahrestabelle, Rapid Zweiter.

Eine Woche nach dem 1:2 gegen Sturm Graz will sich Tabellenführer Salzburg in der Liga wieder Respekt verschaffen. Im Cup ist das der Elf von Trainer Jesse Marsch mit der 4:0-Revanche gegen die Grazer am Mittwoch bereits eindrucksvoll gelungen, am Sonntag soll nun Nachzügler St. Pölten büßen. Den Niederösterreichern droht in Wals-Siezenheim jedenfalls Ungemach: In der Hinrunde gingen die „Wölfe“ zuhause gegen die „Bullen“ mit 2:8 unter.

Salzburg, das in der Liga in 15 Spielen (13-2-0) gegen St. Pölten noch ungeschlagen ist, will sich keinen Ausrutscher leisten, liegt in der Tabelle nur drei Punkte vor Rapid bzw. sieben vor dem LASK. Abstände, die nach der Punkteteilung nicht all zu viel wert sein können. „Wir haben überragend gespielt“, erklärte Marsch zum Match gegen Sturm und forderte gegen St. Pölten ein ähnliches Auftreten. „Wir müssen auf dieses Spiel aufbauen“, gab der US-Amerikaner zu Protokoll.

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Auf Roman Stary wartet am Sonntag (17.00 Uhr) die erste Bewährungsprobe als WAC-Coach. Der 47-Jährige gibt im Auswärtsspiel gegen die SV Ried sein Debüt auf der Trainerbank der Wolfsberger, die sich am Donnerstag von Ferdinand Feldhofer getrennt haben. „Jetzt gilt es, Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich die Top sechs zu fixieren“, sagte Stary. „Was beim WAC passiert ist, hat keine Auswirkungen auf unsere Vorbereitung. Wir schauen nur auf uns“, meinte Ried-Coach Miron Muslic.

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