Britischer Diplomat rettete Studentin vor dem Ertrinken

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Ein britischer Diplomat hat eine chinesische Studentin vor dem Ertrinken gerettet. Das Video zu der beherzten Aktion bis Dienstag viele Millionen Mal angeklickt – und der Retter als Held gefeiert.

Es zeigt, wie der Generalkonsul in Südwestchinas Metropole Chongqing, Stephen Ellison, im nahe gelegenen Ausflugsort Zhongshan kurz entschlossen seine Schuhe auszieht und in einen Fluss springt, während die Studentin mit dem Kopf nach unten im Wasser treibt.

Zuschauer werfen dem 61-Jährigen einen Rettungsring an einer Leine zu, mit dem er die Studentin ans Ufer ziehen kann. „Gerade als wir an den Rand kamen, begann sie, wieder zu atmen, was eine große Erleichterung war“, sagte Ellison in einem Interview des britischen Rundfunksenders BBC. Ein paar Stunden später habe sich die Studentin erholt, und beide hätten zusammen etwas getrunken und ein paar Fotos miteinander gemacht.

„Er hat unsere Bewunderung verdient“, kommentierte ein Online-Nutzer. „In Großbritannien wird er ein Ritter genannt, in China ein Held.“ Seit der Rettung am Samstag wurde das Thema im Kurznachrichtendienst Weibo 170 Millionen Mal angeklickt.

Es gab aber auch kritische Stimmen: „So viele Schaulustige, aber nur ein Ausländer macht sich auf, um Menschenleben zu retten“, hieß es in einem Kommentar. Doch wie die Studentin, die am Ufer abgerutscht und ins Wasser gefallen war, hat die Mehrheit der Chinesen nie schwimmen gelernt.

Chinas Außenamtssprecher Zhao Lijian lobte den Diplomaten in Peking für sein „heldenhaftes Verhalten“. Es war ein seltener Lichtblick in den Beziehungen zwischen beiden Ländern, die so schlecht sind wie lange nicht.

Ursachen sind die britische Kritik an Chinas hartem Kurs in der früheren britischen Kronkolonie und heutigen chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong und der Ausschluss des chinesischen Telekomriesen Huawei vom Ausbau des britischen Mobilfunknetzes auf den schnellen 5G-Standard.

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