Brutaler Juwelier-Überfall in Wiener Neustadt geklärt

Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich haben einen brutalen Überfall auf einen Juwelier in Wiener Neustadt vom Dezember 2020 geklärt.

Zwei umfassend geständige Beschuldigte sind nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich vom Mittwoch in Haft. Der Haupttäter ist noch flüchtig. Ihm werden weitere Straftaten in Wien, Spanien und Deutschland zur Last gelegt.

Bei dem Überfall am 19. Dezember 2020 war auf den 56-jährigen Juwelier eingeschlagen und -getreten worden. In der Folge wurden die Hände des Opfers am Rücken und die Beine mit mitgebrachten Kabelbindern gefesselt. Das Tätertrio erbeutete laut Polizei aus dem Standtresor und aus mehreren Vitrinen einen Bargeldbetrag und Schmuck in sechsstelliger Höhe.

Der Juwelier erlitt durch die Schläge und Tritte multiple Hämatome im Gesichts- und Oberkörperbereich, einen Nasenbein- sowie einen Fingerbruch und zahlreiche Abschürfungen. Er leidet Polizeiangaben zufolge bis heute an den Folgen des brutalen Raubüberfalls und befindet sich in laufender psychologischer Behandlung.

Bei den Ermittlungen des Landeskriminalamtes Niederösterreich im In- und Ausland und durch den vom Bundeskriminalamt eingeleiteten Schriftverkehr mit Behörden in Spanien, Italien, Rumänien sowie Deutschland wurde als Hauptverdächtiger ein 42-jähriger einschlägig vorbestrafter rumänischer Staatsbürger ausgeforscht. Der Mann hat laut den Angaben vom Mittwoch in seiner Heimat bereits eine Haftstrafe von 16 Jahren verbüßt.

Der Beschuldigte ist zudem verdächtig, 2015 einen Juwelier in Cordoba (Spanien) überfallen zu haben, wobei eine Verkäuferin ebenfalls schwer verletzt wurde, für einen Juwelier-Einbruchsdiebstahl in Deutschland 2019 sowie für diverse Eigentumsdelikte in Italien in den vergangen Jahren verantwortlich zu zeichnen. Nicht zuletzt soll der 42-Jährige zwei aufsehenerregende Trafik-Einbruchsdiebstähle in Wien-Favoriten mittels Durchbruchs der Außenfassade im September und Oktober 2020 begangen zu haben.

Als Mittäter kurz vor Weihnachten 2020 in Wiener Neustadt gelten zwei ebenfalls einschlägig vorbestrafte rumänische Staatsangehörige im Alter von 42 und 43 Jahren. Auch das Duo hat der Polizei zufolge wegen diverser Gewalt- und Eigentumsdelikte bereits mehrjährige Haftstrafen in Rumänien verbüßt. Die beiden Männer wurden in Galati in ihrem Heimatland festgenommen und am 10. März bzw. 3. Mai nach Österreich überstellt. Laut ihren Geständnissen wurde die Raubbeute innerhalb der Gruppierung aufgeteilt und der Goldschmuck in Rumänien an unbekannte Personen verkauft. Der Erlös wurde zur Begleichung von Privatschulden und für den Lebensunterhalt verwendet. Die beiden Mittäter sind in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Haft.

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