Bub (6) verirrte sich am 2. Schultag

Schulanfänger wollte zum Hort und war versehentlich in den Bus gestiegen

STEYR/ENNS — Mutterseelenalleine stand er in einer fremden Stadt: Gleich am zweiten Schultag hat sich am Dienstag ein Taferlklassler so sehr verirrt, dass die Polizei gerufen werden musste.

Der aus Rumänien stammende Sechsjährige war zu Mittag am Weg von der Volksschule Enns (Bez. Linz-Land) zum Hort offenbar in einen Linienbus eingestiegen und gut 25 km weiter beim Bahnhof Steyr gelandet. „Weil er dem Buslenker hilflos und verwirrt vorkam und er sich mit dem Kind auch nicht verständigen konnte, wählte er schließlich den Notruf“, schildert Polizistin Doris Maleninsky dem VOLKSBLATT. Auch die Beamten wurden zunächst nicht schlau aus dem Schüler, denn dieser verstand offensichtlich kein Wort Deutsch und seinen Namen wiederum verstanden die Polizisten nicht. Sie hatten nur den Hinweis von anderen Fahrgästen, dass der Knirps im Raum Enns eingestiegen war. Also sahen die Beamten in seiner Schultasche nach. Im Federpennal wurden sie fündig. „Dort stand sein Name“, so Maleninsky. Damit konnte auch der Wohnort des Buben ermittelt und er heimgebracht werden. Weder dort noch im Hort, wo er eigentlich bis 16 Uhr sein sollte, war der Schüler bislang abgegangen.

bezahlte Anzeige

Ausflug machte schläfrig

Sein ungewolltes Abenteuer hat der Sechsjährige recht gut überstanden. „Er machte sogar einen ganz mutigen Eindruck“, sagt die Polizistin. Allerdings war der Ausflug für ihn dann doch sehr ermüdend gewesen, denn im Polizeiauto schlief er schließlich ein.

re