Bub beim Skifahren in Steiermark verirrt – Jäger fand Sechsjährigen

Ein Sechsjähriger aus Linz hat sich am Montagnachmittag beim Skifahren am Kreischberg im obersteirischen Bezirk Murau verirrt, ist aber noch vor Einbruch der Dunkelheit von einem Jäger gefunden worden.

In der Zwischenzeit war eine Suchaktion eingeleitet worden, die dann glücklicherweise beendet werden konnte. Der Bub war leicht unterkühlt, aber unverletzt. Er hatte versucht, bei minus zwölf Grad Celsius ins Tal zu kommen, wie die Landespolizeidirektion am Dienstag mitteilte.

Der Bub war mit drei Geschwistern und seiner Mutter (43) aus Linz angereist, um mit einem 80-Jährigen aus dem Bezirk Murau am Kreischberg einen Skitag zu verbringen. Bei der Abfahrt gegen 15.00 Uhr auf einer Piste trennte sich die Gruppe, der Sechsjährige fuhr alleine auf einer anderen Piste mit Namen „Safariland“ weiter.

Da die Familie nach einiger Zeit nicht wieder zusammenkam, wurde gegen 15.50 Uhr das Liftpersonal informiert, welches umgehend eine Suchaktion einleitete. Einsatzkräfte vom Pistendienst, der Bergrettung und der Polizei suchten vorerst mit Skidoos nach dem Buben – ohne Ergebnis.

Gegen 16.25 Uhr war man drauf und dran, eine groß angelegte Suche auszulösen. Da traf die Nachricht ein, dass ein Jäger den Kleinen im sogenannten Lorenzergraben am Rande einer Forststraße hockend aufgefunden und zur Talstation gebracht hatte.

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Erhebungen ergaben, dass der Bub bei der Abfahrt am Ende der Piste aus ungeklärter Ursache zu weit nach rechts gefahren war. Er fuhr dann über Güterwege weiter talwärts und ging anschließend bei großer Kälte noch rund drei Kilometer zu Fuß in Richtung Tal, bis ihn der Jäger entdeckte.

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