Buchbranche über Mehrwertsteuersenkung erfreut

Erfreut zeigte sich am Montag der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels über die von der Bundesregierung angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer für Bücher auf 5 Prozent. Angesichts der Buchpreisbindung sei es wichtig, hier mit Deutschland gleichzuziehen, wo dieser Schritt bereits fixiert ist. Ob von der Maßnahme dann auch die Endkunden profitieren, ist aber noch offen.

“Das können wir jetzt noch nicht sagen”, betonte Hauptverbandsgeschäftsführer Gustav Soucek gegenüber der APA. Die Entscheidung, ob man die Steuersenkung an die Kunden weiterreiche, hänge einerseits stark vom einzelnen Händler ab, andererseits von den konkreten Vorgaben respektive der Verordnung durch die Regierung, die ja noch ausstehe. “Deshalb gilt es, jetzt noch zuzuwarten”, so Soucek.

Allgemein sei die Maßnahme die richtige, betonte Hauptverbandspräsident Benedikt Föger in einer Aussendung: “Eine noch höhere Preisdifferenz zu Deutschland wäre für viele Mitbewerber existenzbedrohend.” Und auch Alexander Potyka, Vorsitzender des Österreichischen Verlegerverbandes unterstrich: “Nach der Erhöhung der Verlagsförderung ist diese neue Maßnahme eine weitere wichtige Unterstützung für die Buchbranche.”

Auch von Literatenseite kommt Zustimmung. “Diese Maßnahme kennt fast nur Gewinner, die einzigen, die nicht von ihr profitieren sind Gratismedien”, so die IG Autorinnen Autoren in einer Aussendung. Bedeutend werde die herabgesetzte Mehrwertsteuer nicht zuletzt für Künstlerinnen und Künstler, die mit öffentlichen Einrichtungen verrechnen, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind: “Es bleibt ihnen also mehr von ihren Honoraren.”

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