Buchegger guten Mutes

ÖVV-Star lässt sich von erster schwerer Verletzung nicht aufhalten

Aktuell ist Paul Buchegger Stammgast in der Physiotherapie im Linzer Olympiazentrum, am 8. Oktober plant er die Reise nach Italien zu seinem neuen Klub Monza.
Aktuell ist Paul Buchegger Stammgast in der Physiotherapie im Linzer Olympiazentrum, am 8. Oktober plant er die Reise nach Italien zu seinem neuen Klub Monza. © Hörtenhuber

Von Tobias Hörtenhuber

Es war ein Angriffsball wie tausend andere davor, und doch sollte er die Karriere von Paul Buchegger entscheidend prägen — jener verflixte Schlag im Länderspiel Österreich gegen Portugal am 25. August. Denn bei der Landung riss der Meniskus im rechten Knie. „Meine erste Verletzung, die Diagnose war schon ein Schock“, erzählte der 22-jährige Linzer, der mittlerweile aber wieder voller Tatendrang ist. „Viel Jammern hilft eh nichts.“

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Finanzielle Sicherheit

Im familiären Umfeld in Pichling wird er gut betreut und auch der neue Vertrag mit dem italienischen Spitzenteam Monza trat trotz rund fünfmonatiger Pause in Kraft. Finanziell herrscht also keine Unsicherheit. Buchegger rechnet zwar mit kleinen Einbußen, da Monza natürlich einen Ersatz holen musste, aber das Wichtigste sei jetzt ohnehin, wieder fit zu werden.

Und dazu schuftet der 2,06-m-Riese täglich zwei bis drei Stunden bei Physiotherapie und Krafttraining im Olympiazentrum auf der Linzer Gugl, in drei Wochen will Buchegger nach Italien reisen und die Reha bei Monza fortsetzen.

Comeback Mitte Jänner?

„Abflug am 8. Oktober, das wäre mein Plan“, hofft er, seine neuen Teamkollegen bald kennen zu lernen und zumindest ein wenig in den Trainingsalltag einsteigen zu können. „Dann kann ich auch mit dem Balltraining beginnen.“ In Monza erwartete ihn ein Volleyball-Paradies mit höchst professionellem Umfeld und eine Halle für 4500 Besucher. Dort will der Topscorer des letztjährigen Challenges-Cups „Mitte/Ende Jänner“ erstmals sein Können zeigen. Die entscheidenden Spiele des ÖVV-Teams in der EM-Quali am 5. Jänner gegen Albanien und am 9. Jänner in Kroatien kommen wohl zu früh. „Das wird sich nicht ausgehen“, ist Buchegger Realist.

Dass die Verletzung einen Knick in seiner bisher steil nach oben gehenden Karriere hinterlassen könnte, glaubt Angreifer nicht. „Ich werde wieder so zurückkommen wie vorher…. Oder besser.“