72 Stunden ohne Kompromiss

Rund 500 junge Oberösterreicher stellen ihre Freizeit in den Dienst sozialer Projekte

Für Magdalena Lorenz (o. l.) war es ein „Muss“, an der Aktion teilzunehmen. Judith Zeitlhofer (o. r.) ist die Organisatorin. Vom BORG Schärding nimmt gleich eine ganze Klasse (rechts) teil.
Vom BORG Schärding nimmt gleich eine ganze Klasse (rechts) teil. © Röbl

LINZ — Die eine oder andere Stunde für einen sozialen Zweck opfern: Klar, kein Problem! Aber 72 Stunden? Nicht jeder Jugendliche würde da gar so bereitwillig „Ja“ sagen wie Magdalena Lorenz (16) aus Haslach. Die junge Mühlviertlerin hat keinen Augenblick gezögert, an der von der Katholischen Jugend und youngCaritas organisierten Sozial-Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ teilzunehmen. „Ich engagiere mich auch sonst in der Dekanats-Jugendarbeit, für mich war das ein Muss, hier dabei zu sein“, erzählte sie am Mittwoch im VOLKSBLATT-Gespräch vor dem Linzer AEC, wo das Projekt offiziell gestartet wurde. 500 Jugendliche aus Oberösterreich (österreichweit sind es mehr als 4000) werden in den nächsten Tagen bei insgesamt 46 Projekten – diese reichen von der Organisation eines Oktoberfestes im Seniorenheim bis zum gemeinsamen Kochen in einem Flüchtlingshaus — anpacken und damit die „Welt ein kleines Stück besser machen“, wie die Organisatorin Judith Zeitlhofer (27) aus Schönau das Ziel der Aktion umschreibt. Sie ist quasi das „Hirn des Projektes“, das sie bereits zum neunten Mal betreut.

Zeitdruck wächst

Was ihr auffällt: „Der Zeitdruck wird auch in den Schulen immer größer.“ Daher werde es auch immer schwieriger, Teilnehmer zu finden. Diejenigen die dennoch mitmachen, seien mit umso größerem Engagement bei der Sache. Das trifft auch auf die 7BV vom BORG Schärding zu. Die ganze Klasse habe sich bereitwillig gemeldet und könne es kaum erwarten loszulegen, so ihre Lehrerin Theresa Wallner.