Bundesheer erbrachte Höchstleistung

Zahl der Arbeitsstunden hat sich im Corona-Jahr 2020 laut Studie verfünffacht

Das Bundesheer ist in der Corona-Krise ein verlässlicher Partner.
Das Bundesheer ist in der Corona-Krise ein verlässlicher Partner. © BMLV/Mickla

Die Corona-Pandemie hat auch das österreichische Bundesheer stark gefordert. Das Heer habe sein breitestes Einsatzspektrum seit seiner Gründung 1955 aufgeboten, betont Brigadier Dieter Muhr, Militärkommandant von Oberösterreich.

Die Aufgaben umfassten unter anderem die Unterstützung von Krisenstäben, Gesundheitsbehörden sowie Dienstleistern. Es wurden etwa Kindergärten desinfiziert, gesundheitsbehördliche Grenzkontrollen ebenso wie Corona-Massentests durchgeführt und vieles mehr.

Militärkommandant Muhr ©BMLV/Mickla
Militärkommandant Muhr ©BMLV/Mickla

Das spiegelt sich auch in der Statistik wider, zeigt eine Studie des Austria Instituts für Europa- und Sicherheitspolitik: Im Vergleich zum Jahr 2019 hat sich demnach die Zahl der Einsätze im vergangenen Jahr verdoppelt, der Umfang der Arbeitsstunden hat sich um das Fünffache erhöht.

Erstmals hat es eine Teilmobilmachung der Miliz gegeben. Zu Spitzenzeiten waren 8500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, was 39 Prozent des Präsenzstandes entspricht. „Eine Hauptlast trugen und tragen unsere Grundwehrdiener“, betont Muhr.

Stolz ist der Militärkommandant darauf, dass das Heer – obwohl von der Größe in der EU nur auf Platz 15 und mit beschränktem Budget ausgestattet – ein überdurchschnittliches Aufgabenspektrum abgedeckt.

Darunter fiel auch die Beteiligung an Auslandseinsätzen mit 770 Soldatinnen und Soldaten. Ebenso erfreulich seien das Vertrauen und die Zustimmung der Bevölkerung, so Muhr: Es werde weiter die Handlungsmaxime bleiben, „das Erforderliche rechtzeitig und vernünftig zu tun“.

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