Bundesheer testet am Montag knapp 4.000 neu einrückende Soldaten

Kommenden Montag rücken 2.300 Milizsoldaten und 1.500 Grundwehrdiener erstmals in die Kasernen des Bundesheeres ein. Sie alle werden im Rahmen ihrer Einstellungsuntersuchung auf Covid-19 getestet, teilte das Militär der APA mit. Die Proben werden umgehend nach der Abnahme an zwei zivile Labors im Osten und Westen des Landes übergeben und innerhalb von zwölf bis 36 Stunden ausgewertet.

Da am Montag fast 4.000 Soldaten gleichzeitig neu in die Kasernen strömen, soll mit Hilfe der Tests eine mögliche größere Ausbreitung des Coronavirus innerhalb des Bundesheeres verhindert werden. Bis zum Vorliegen der Testergebnisse werden die Standard-Covid-19-Verhaltensregeln angewendet. Einrückende Soldaten, die schon bei der Einstellungsuntersuchung Covid-Symptome wie Fieber aufweisen, werden bis zum Vorliegen des Laborbefundes sofort in häusliche Quarantäne entlassen.

Sollte ein Soldat positiv getestet werden, so werde er sofort aus dem Präsenzstand entlassen und in Heimquarantäne „geschickt“. Wie mit dem Umfeld eines Infizierten umgegangen wird, ob also eine Sperrung der Kasernen oder Quarantäne über die Kameraden verhängt wird, entscheiden die zuständige Gesundheitsbehörden, erklärte das Bundesheer.

Am Montag beginnt der Covid-Einsatz der Miliz, bei dem 2.300 Milizsoldaten aus 13 Jägerkompanien österreichweit einrücken. Diese Soldaten werden nach einer Einschulung ab Mitte Mai die verlängerten Grundwehrdiener und Berufssoldaten, die jetzt im Covid-Einsatz stehen, ablösen. Ihr Einsatz soll bis voraussichtlich Ende Juli dauern und wird zu einem großen Teil im Grenztraum zur Überwachung der geschlossenen Grenzübergänge und zur Unterstützung beim Reisemanagement stattfinden.

Parallel zu den Milizsoldaten treten am Montag auch 1.500 neue Grundwehrdiener ihren Dienst an. Beide Gruppen werden in den Kasernen getrennt empfangen. So kommen in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien die Milizsoldaten über den Haupteingang und die Rekruten über den östlichen Seiteneingang. In Salzburg werden sie zeitversetzt die Kaserne betreten, um 8 Uhr kommen die Milizsoldaten und um 11 Uhr die Rekruten. Ähnliche Verfahren zur örtlichen und zeitlichen Trennung sind auch in allen Kasernen, in denen Miliz und Grundwehrdiener einrücken, vorgesehen.

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