„Bundesheer und Polizei stärken“

LH Stelzer am Nationalfeiertag: „Sicherheit und Frieden haben Priorität“

Auch die abgespeckte Leistungsschau des Bundesheeres im Rahmen der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag lockte viele Besucher auf den Wiener Heldenplatz.
Auch die abgespeckte Leistungsschau des Bundesheeres im Rahmen der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag lockte viele Besucher auf den Wiener Heldenplatz. © APA/Punz

Der Nationalfeiertag am vergangenen Samstag machte den Wiener Heldenplatz zum Zentrum des Geschehens: In der Früh legten Bundespräsident Alexander Van der Ballen und Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein Kränze zum Gedenken an die gefallenen Soldaten nieder.

Das Bundesheer lud zur Leistungsschau, das Parlament zum Tag der offenen Tür und der Bundespräsident zum „Österreich-Fest“. Appelliert wurde dabei durchwegs an das Gemeinsame. „Im Gemeinsamen liegt oft die bessere Lösung“, formulierte es Van der Bellen.

Tanzende Soldaten

Die Leistungsschau des Bundesheeres sorgte am Heldenplatz trotz einer abgespeckten Variante für regen Besucherandrang — das Bundesheer zählte 700.000 Leute. Diese bekamen statt Fluggeräten und Panzer diesmal tanzende Soldaten zu sehen. Dazu gab’s Hubschrauber-Luftballons und Gulasch. Auch Verteidigungsminister Thomas Starlinger mischte sich unters Volk.

Einen Besucherrekord verzeichnete das Haus der Geschichte Österreich am Nationalfeiertag: 2723 Besucher nahmen Wartezeiten von einer Stunde in Kauf, um die normalerweise in München aufbewahrte Ostarrichi-Urkunde zu sehen, die noch bis 3. November in Wien ist.

„Nicht aushungern“

Oberösterreichs LH Thomas Stelzer nahm den Nationalfeiertag zum Anlass, um insbesondere Bundesheer und Polizei zu danken, die sich für Frieden und Sicherheit einsetzten. „Die Polizei und das Bundesheer leisten Tag für Tag einen großen Beitrag für die Gemeinschaft in unserem Land. Dafür brauchen sie aber ausreichend Ressourcen“, stellte Stelzer fest. „Die künftige Regierung muss daher die Beschlüsse aus der letzten Legislaturperiode rasch umsetzen.“ Von den 2100 Polizeidienst-Planstellen und den 2000 Schulplanstellen müsse OÖ seiner Größe entsprechend bedacht werden. „Nur so kann die ausgezeichnete Arbeit der Polizei in unserem Bundesland aufrecht erhalten bleiben. Klar ist auch, dass es fürs Bundesheer eine ausreichende Finanzierung brauche. „Diese zentrale Sicherheitsinstitution dürfen wir nicht aushungern“, erinnerte Stelzer an einen an die Bundesregierung gerichteten Beschluss im Oö. Landtag.

Wie ist Ihre Meinung?