Bundeskriminalamt warnt vor Betrugswelle gegen Unternehmen

Das Bundeskriminalamt (BK) warnt vor einer neuen Betrugswelle gegen österreichische Unternehmen, die vor allem internationale Beziehungen haben. Bei diesem Business E-Mail Compromise (BEC) werden Unternehmen von angeblichen Geschäftskunden kontaktiert und über die Änderung der Bankverbindungen informiert, hieß es in einer Aussendung.

Beim BEC übernehmen Betrüger entweder E-Mail-Konten von Firmen oder erstellen eigene E-Mail-Konten, die den echten E-Mail-Adresse nahezu gleichen. Dann werden jeweils deren Partnerfirmen kontaktiert und über angebliche Änderungen der Bankverbindungen informiert.

Die Täter agieren damit vermeintlich im Namen des eigentlichen Geschäftspartners und ersuchen ihre Opfer zukünftige oder ausstehende Zahlungen auf ein anderes Bankkonto als üblich zu überweisen. „So werden die Zahlungen auf ein Konto der Täter umgeleitet und danach schnellstmöglich weitertransferiert oder behoben“, warnte das BK.

Als Beispiel nannte das BK ein österreichisches Unternehmen, das im April und Mai von einem angeblichen Partnerunternehmen die Mitteilung erhielt, dass das Verrechnungskonto für Zahlungen geändert wurde. Die verwendete E-Mail-Adresse wurde jedoch von den Tätern eigens angelegt und unterschied sich lediglich in einem einzelnen Buchstaben von der tatsächlichen E-Mail-Adresse des Geschäftspartners. Trotz Einhaltung interner Sicherheitsmechanismen gelang es den Tätern, das Unternehmen zu Zahlungen von insgesamt 600.000 Euro zu bewegen. Nur weil die Zahlungsdetails der Täter unrichtig waren, wurde der Betrug in letzter Minute noch bemerkt und die Zahlungen retourniert.

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