Bunt und kreativ: Millionen Schüler in aller Welt demonstrierten gegen den Klimakollaps

Auch in Österreich gingen Tausende Jugendliche auf die Straßen

Globaler Protest: Rund um die Welt demonstriereten gestern Schüler gegen den drohenden Klimakollaps.
Globaler Protest: Rund um die Welt demonstrierten gestern Schüler gegen den drohenden Klimakollaps. © APA/Hochmuth

WIEN — Tausende Schüler in Österreich, Millionen in aller Welt, setzten am Freitag mit kreativen Sprüchen und bunten Transparenten ein kräftiges Zeichen gegen die ihrer Ansicht nach viel zu laschen Maßnahmen gegen den drohenden Klima-Kollaps.

10.500 waren es laut Polizei in Wien, 3500 in Linz, wo die jungen Demonstranten nach einem Marsch vom Hauptplatz über die Nibelungenbrücke nach Urfahr und zurück zum Landhaus pilgerten und LH Thomas Stelzer ein Kuvert mit Forderungen zum Klimaschutz überreichten. Der Landeshauptmann dankte den jungen Leuten für das Engagement. „Der Klima- und Umweltschutz ist Teil unserer Gesetzgebung im Land OÖ, auch neue Inputs von der jüngeren Generation sind hier immer willkommen“, so Stelzer.

Auch in allen anderen Landeshaupstädten und vielen weiteren Städten gingen Tausende Schüler auf die Straßen. Lobende Worte gab es auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen: „Ihr jungen Leute gebt mir Hoffnung“, schrieb er auf Twitter. Unterstützung kam unter anderem von der Ärztekammer und der Caritas, von WWF, Greenpeace und Global 2000.

„Erderhitzung größte Gefahr für Menschheit“

Vorbild für die grüne Jugendbewegung ist die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die jetzt sogar für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. Auch gestern bescheinigte sie den Regierungen weltweit zu wenig Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung. In einem Beitrag im „Guardian“ schrieb Thunberg: „Diese Bewegung musste kommen, wir hatten keine Wahl.“ Die Erderhitzung nannte sie die „größte Gefahr, der die Menschheit jemals gegenüber stand“.

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