Caritas-Österreich will mit Hungerkampagne Kenia helfen

Dürre, Überschwemmungen, Malaria, Cholera, die schlimmste Heuschreckenplage seit 70 Jahren, Hunger und jetzt auch noch Corona – die Region Marsabit im Norden Kenias befindet in einer beispiellosen Ausnahmesituation. Deshalb ist der Staat eines der Schwerpunktländer der heurigen Caritas-Hungerkampagne, die den ganzen Sommer über läuft.

„Wenn unsere Tiere sterben, dann sterben auch wir“, so ein Ziegehirte aus Marsabit. Die einzige effektive Möglichkeit, die Heuschrecken zu bekämpfen, ist das Sprühen von Pestiziden aus der Luft. Die Regierung kämpft aber mit Engpässen bei den Mitteln und logistischen Schwierigkeiten aufgrund der Covid-19-Pandemie im Land. In Kenia wurde laut Kathpress bis 6. Juli landesweit eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Einige Bezirke sind vollständig abgeriegelt.

Mit 20 Euro erhält eine Familie in Kenia Nahrungsmittel für einen Monat und wird umfassend über Covid-19 und Hygienemaßnahmen informiert. Dieser Betrag sichert aber auch notwendigen Milchzusatzbrei für drei Monate für ein Kleinkind als überlebenswichtige Notmaßnahme. Caritas-Präsident Michael Landau appellierte an die Solidarität der Österreicherinnen und Österreicher: „Den Hunger können wir besiegen!“

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