Causa Erl: Ex-Chefbühnenbildner sieht Verleumdung durch Kuhn

Der ehemalige Chefbühnenbildern der Tiroler Festspiele Erl, Jan Hax Halama, hat gegen Gustav Kuhn eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts der Verleumdung eingebracht. Dies sagte Staatsanwaltschaftssprecherin Nina Bussek im Gespräch mit der APA und bestätigte damit einen entsprechenden Eintrag auf „dietiwag.org“ des Ötztaler Bloggers Markus Wilhelm.

Hintergrund ist das von Kuhn in der ORF-Sendung „ZiB 2“ gegebene Interview. Der mittlerweile von allen Funktionen bei den Festspielen zurückgetretene Kuhn hatte Halama, der gemeinsam mit weiteren Musikern und ehemaligen Angestellten der Festspiele in einem offenem Brief von „übergriffigem Verhalten“ sprach, Erpressung vorgeworfen. „Er hat mir gesagt, wenn ich ihm 24.000 Euro zahle, dann sagt er nichts“, so Kuhn in der „ZiB 2“.

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Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Sachverhaltsdarstellung laut Bussek mittlerweile an die Staatsanwaltschaft Innsbruck abgetreten. Dort konnte man noch nicht sagen, ob es zu Ermittlungen kommen wird, weil der Akt vorerst noch nicht eingelangt war.

Die Causa Erl hatte in den vergangenen Monaten für gehörige Schlagzeilen gesorgt. Wilhelm hatte Vorwürfe der sexuellen Belästigung und des Machtmissbrauchs gegen Kuhn veröffentlicht. Zudem hatte er den Festspielen Lohndumping vorgeworfen.