Causa Schrott: Plagiatsvorwürfe um Agentur

Die Vorwürfe rund um den schwer unter Beschuss geratenen Tiroler ÖVP-Nationalratsabgeordneten Dominik Schrott reißen nicht ab: Der Blogger Markus Wilhelm legte am Freitag noch einmal nach und warf der Wahlkampfagentur, bei der Schrott angestellt war, vor, ein Konzept voller Plagiate für eine Online-Plattform über familienfreundliche Wanderwege erstellt zu haben.

Das Konzept lag der vom Land Tirol geförderten Gestaltung einer Online-Karte für familienfreundliche Wanderwege offenbar zugrunde, für das der Verein „Kinderwelt Tirol“ erfolgreich angesucht hatte. Der von Schrott gegründete Verein beauftragte dann wiederum die Agentur „Smart Ventures“ mit der Erstellung einer Homepage – und soll dafür 24.000 Euro gezahlt haben.

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Wie Wilhelm nun auf seiner Homepage darstellte, sollen wesentliche Teile des Konzepts der Agentur wortgleich bzw. ident mit anderen Web-Quellen sein – konkret mir dem offiziellen Tourismusportal des Landes Kärnten und jenem der Republik.

Für die Online-Plattform soll laut Familienlandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) Ende September der Verwendungsnachweis erbracht werden. Gelinge dieser nicht, werde die Förderung zurückverlangt. Angesichts der Causa Schrott will das Land nun aber an Tempo zulegen: Bereits Anfang nächster Woche soll der Verwendungsnachweis eingefordert werden.