Cesar-Filmpreise für Familiendrama und Cannes-Gewinner

Das Drama “Nach dem Urteil” von Xavier Legrand hat am Freitagabend in Paris den Cesar für den besten Film erhalten. Es handelt von einem gewalttätigen Vater und Ehemann und dem Zerfall einer Familie. Der Cesar ist Frankreichs nationaler Filmpreis und wird seit 1976 verliehen.

Sein Spielfilmdebüt hatte dem 39-jährigen Legrand 2017 in Venedig auf den Filmfestspielen den Regie-Preis eingebracht. Das Beziehungsdrama erhielt insgesamt vier Auszeichnungen, darunter die für das beste Originaldrehbuch.

Den Regie-Preis holte sich Jacques Audiard für den Western “The Sisters Brothers”, der die Geschichte zweier Auftragskiller erzählt, die auf der Suche nach einem Goldsucher sind. Der 66-jährige Franzose erhielt 2018 in Venedig auf den Filmfestspielen den Regie-Preis.

Den Cesar als bester fremdsprachiger Film gewann “Shoplifters” von Kore-Eda Hirokazu. Das Drama handelt von einer kleinkriminellen Familie, die ein obdachloses Mädchen aufnimmt. Der Film des japanischen Regisseurs gewann 2018 in Cannes auf den Internationalen Filmfestspielen die begehrte Goldene Palme. Der Film des 56-Jährigen geht am Sonntag in Hollywood ins Rennen um den besten fremdsprachigen Film.

Der Ehren-Cesar wurde heuer dem amerikanischen Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzenten Robert Redford überreicht. Er liebe Paris, sagte Redford. Seine Erinnerungen an Frankreich als junger Künstler seien sehr berührend. Dem 82-jährigen wurde die goldene Trophäe von Kristin Scott Thomas überreicht. Die französisch-britische Darstellerin war die Präsidenten der 44. Cesar-Zeremonie.

Bei der Preisverleihung wurde auch der am Dienstag verstorbene, deutsche Modezar Karl Lagerfeld gewürdigt. Die deutsche Schauspielerin Diane Kruger erwies ihrem Landsmann eine Hommage. Lagerfeld habe die größten Stars eingekleidet, es habe keinen roten Teppich in Cannes ohne eine Kreation von ihm gegeben, sagte die 42-Jährige. Er sei ihr Freund gewesen und werde ihr sehr fehlen.