Chiaroscuro Quartett: Beethoven String Quartets op. 18 Nr. 1-3

Youtube Video
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.

Mit 28 Jahren begann Beethoven seine Arbeit an Streichquartetten unter dem drückenden Erbe von Haydns und Mozarts Vorbildern. Das Opus 18 mit drei Quartetten zählt also zu seinen frühen Quartetten.

Das erste Quartett, eigentlich ist es das dritte, steht richtigerweise am Anfang der CD, die das Chiaroscuro Quartett mit ungewohnten Klängen einspielte. Das seit 20 Jahren aus vier Ländern – Russland, Spanien, Schweden und Frankreich – besetzte Ensemble spielt auf Darmsaiten und mit historischen Bögen.

Gleich das erste Quartett aus dem Zyklus in F-Dur hat die weiteste Farbskal, was Alina Ibragimova & Pablo Hernán Benedi (Violinen), Emilie Hörnlund (Viola) und Claire Thirion (Cello) auf ihren Instrumenten großartig realisieren.

Die rastlose Energie des jungen Beethoven im Kopfsatz, das elegische Adagio, die „Eroica“-Anklänge im Scherzo und zuletzt das geistreiche Kabinettstück im Finale setzen schwer vergleichbare Maßstäbe für andere Interpreten.

Wie anders gelaunt als im Opus primum sind Beethovens Scherzi im 2. Und 3. Quartett, nicht zufällig mit einem Haydn-Thema verziert, um nicht zu verbergen, dass Beethoven Haydn übertrumpfen wollte, von dem man in dieser CD einfach nicht loskommt. Mag es auch andere Interpretationen geben, das vom Chiaroscuro Quartett zu haben lohnt sich schon wegen eines Vergleiches.

Wie ist Ihre Meinung?