Chinas Außenhandel schwächelte im August

Vor dem Hintergrund des Handelskriegs mit den USA hat Chinas Außenhandel im August Schwäche gezeigt. Während die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft um 1 Prozent auf 214,8 Milliarden US-Dollar (194,79 Mrd. Euro) im Vergleich zu Vorjahr sanken, gingen die Importe um 5,6 Prozent auf 179,97 Milliarden Dollar zurück. Das teilte das Pekinger Statistikamt am Sonntag mit.

Besonders groß fiel demnach das Minus bei den Ausfuhren in die USA aus, die um 16 Prozent auf noch 37,3 Milliarden Dollar sanken. Beide Staaten haben sich mit hohen Strafzöllen überzogen. Auslöser des seit über einem Jahr andauernden Handelskonflikts war die Verärgerung von US-Präsident Donald Trump darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.

Später forderte der US-Präsident auch strukturelle Veränderungen in China und Mechanismen, um die Einhaltung eines Abkommens zu garantieren. Der Führung in Peking geht das aber zu weit. Auch Trumps Unberechenbarkeit verärgert die chinesische Führung.

Der Handelskrieg führt in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bremst auch die Weltkonjunktur. Die Aktienmärkte sind beunruhigt. Viele Analysten warnen, der Konflikt könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittern lassen. Für Anfang Oktober haben beide Staaten neue Verhandlungen vereinbart.

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